Mit einer ambitionieren Resolution zum Klimawandel begann der vierte Kongresstag. Weitere Themen: Gewalt gegen Gewerkschafter, Gleichstellung der Geschlechter und Vorrang für Gute Arbeit. Zu Gast in Vancouver war Argentiniens Präsidentin Kirchner.
Die Welt muss auf den Klimawandel reagieren. Die Forderungen: deutlich weniger Emissionen in den entwickelten Industrieländern, Finanzhilfen für die Klimapolitik in den ärmsten Ländern. Und ein Entwicklungspfad für die Schwellenländer, der nicht die Fehler der Industrieländer wiederholt. Das Ziel: eine faire soziale Welt mit geringem CO2-Ausstoß und weniger Klimabelastung.
"Der Kongress zeigt, dass keine Unvereinbarkeit zwischen Guter Arbeit, sozialer Gerechtigkeit und Umweltschutz besteht“, so IGB-Präsidentin Sharan Burrow, die noch betonte: "Klimawandel ist ein Thema für Arbeitnehmer."
Gewalt gegen Gewerkschaften in 140 Ländern verurteilt
Arbeitnehmer sind Menschenrechte: das ist die Botschaft der Entschließung „Die grundlegenden Arbeitnehmerrechte Fördern und schützen.“ Denn auch 2009 wurden Gewerkschaftsrechte in über 140 Ländern verletzt, mindestens 101 Menschen ermordet, weil sie sich für ihre KollegInnen und Gewerkschaften einsetzten.
Tausende Beschäftigte gingen für ihre Löhne auf die Straße, sie protestierten gegen schlechte Arbeitsbedingungen oder die Auswirkungen der Wirtschaftskrise - und wurden dafür verprügelt und ins Gefängnis geworfen. Das ist die traurige Bilanz des jüngsten IGB-Berichts über die Verletzungen von Gewerkschaftsrechten.
Gleichstellung hat Vorrang
Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner beim Kongress, Beschluss der Resolution für die Gleichstellung von Frauen. (c) Jacky Delorme/ITUC-CSI-IGB
Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein vorrangiges Ziel bei der Verwirklichung der Menschenrechte und eine Schlüsselkomponente der sozialen Gerechtigkeit ist. Das machte der Kongress in einer weiteren Resolution deutlich. Denn noch immer werden Frauen in allen Bereichen der Wirtschaft und in sozialen Tätigkeiten diskriminiert - eine "alltägliche und tiefverwurzelte" Realität, wie es in der Entschließung heißt. Der IGB verpflichtet sich bei allen seine Bemühungen, gegen diese Benachteiligung und Unterdrückung vorzugehen.
Vorrang für Gute Arbeit!
Auf ihrem Weg zum G8/G20-Gipfel in Toronto machte Argentiniens Präsidentin Christina Fernández de Kirchner Station in Vancoluver. In ihrem Grußwort fand sie klare Worte zur aktuellen Krise: „Die Arbeiter waren nicht zu der Party eingeladen, sollen aber jetzt die Rechnung zahlen“. Sie berichtete von den Erfahrungen in der Argentinien-Krise im Jahr 2001. Damals hatte der südamerikanische Staat alles unternommen um Arbeitsplätze zu schützen und neu zu schaffen. Allen Staaten, die jetzt teilweise drakonische Sparmaßnahmen anstrebten, riet Argentiniens Staatschefin, sich an ihrem Land ein Beispiel zu nehmen. Auch Kirchner sprach sich für die Regulierung der Finanzmärkte aus.
Das englischsprachige Internetradio RadioLabour berichtete täglich vom IGB-Weltkogress 2010 aus Vancouver, Kanada. Wir haben die alle Sendungen für Sie zusammengestellt.
5. Kongresstag, 25.Juni 2010
4. Kongresstag, 24.Juni 2010
3. Kongresstag, 23.Juni 2010
2. Kongresstag, 22. Juni 2010.
Der Bericht vom Auftakt am 21. Juni 2010.
Vorbericht zum Kongressstart. Mit einem interview mit Generalsekretär Guy Ryder.
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Botschaft des IGB-Jugendkommitees