Deutscher Gewerkschaftsbund

24.06.2016
Brexit

Austrittsverhandlungen dürfen nicht zulasten der Bürgerinnen und Bürger Europas gehen

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, bedauert zutiefst die Entscheidung der britischen Bevölkerung, Europa verlassen zu wollen.

"Ich halte die Entscheidung für falsch, aber es ist eine demokratische Entscheidung, sie muss respektiert werden. Nun gilt es, die Austrittsverhandlungen so zu führen, dass sie nicht zulasten der Bürgerinnen und Bürger gehen. Die EU-Kommission und die Regierungen der Mitgliedsstaaten müssen sich jetzt für die Beschäftigten und ihre Familien und gegen eine weitere Polarisierung der Gesellschaften und soziale Spaltung einsetzen.

Wir brauchen jetzt eine offene und ehrliche Debatte über den sozialen Zusammenhalt in Europa. Dazu gehört eine Abkehr vom Sparkurs: Die EU muss investieren, um Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Arbeitnehmerrechte zu stärken. Die Freizügigkeit muss erhalten bleiben."


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Positionen des DGB im Vorfeld des Referendums in Großbritannien

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DGB und TUC: De­mo­kra­tie am Ar­beits­platz macht Gu­te Ar­beit aus
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Am 8. und 9. Dezember fand das 13. deutsch-britische Gewerkschaftsforum in London statt. "Workplace Democracy", also Demokratie am Arbeitsplatz stand im Mittelpunkt der Diskussionen. Ein Ergebnis des Forums: Der DGB und der britische Gewerkschaftsbund TUC fordern gemeinsam "gleichberechtigte und obligatorische Arbeitnehmervertretung im Aufsichts- oder Verwaltungsrat von Unternehmen".
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Wer Be­triebs­rä­te be­hin­der­t, dem droht bis zu ei­nem Jahr Ge­fäng­nis
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Wer Betriebsräte in ihrer Tätigkeit behindert, dem drohen bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder Geldstrafen – eigentlich. Denn diese Straftaten von Arbeitgebern werden praktisch nicht verfolgt. Das sei skandalös, findet der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann – und fordert Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften.
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