Michael Sommer
Den am 17. Januar 1952 in Büderich geborenen Michael Sommer verschlug es früh nach Berlin, wo er seine Kindheit verbrachte und schließlich von 1971 bis 1980 sein Politologiestudium an der Freien Universität absolvierte. Um sich das Studium finanzieren zu können, arbeitete er im gleichen Zeitraum nebenbei bei der Post als Mitarbeiter in der Paket- und Eilzustellung. Geprägt durch diese Tätigkeit und verschiedene ehrenamtliche Gewerkschaftsfunktionen ergab sich das Thema seiner Diplomarbeit über die Privatisierung des Postpaketdienstes.
Nachdem er sein Studium 1980 mit einem Einser-Abschluss beendet hatte, widmete er sich als Dozent im Bildungszentrum Gladenbach und Sekretär des Bezirksvorstandes Bremen den Aufgaben der Deutschen Postgewerkschaft. 1982 wurde er Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Hauptvorstand der DPG. Nach einem dreimonatigem Studienaufenthalt in den USA übernahm er 1988 die Leitung der Abteilung für Vorstands- und Grundsatzangelegenheiten.
Von Oktober 1993 an war Sommer Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes und wurde vier Jahre später zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er war für die Bereiche Finanzen, Vermögen, Personal, Publikationen und Werbung verantwortlich.
Mit der Gründung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di übernahm er dort im März 2001 die Position des stellvertretenden Bundesvorsitzenden. Am 28.Mai 2002 trat er die Nachfolge von Dieter Schulte als Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbun-des an, wobei ihm vom Bundeskongress mit 364 Stimmen von 387 abgegebenen Stim-men (94 Prozent) das Vertrauen ausgesprochen wurde.
Michael Sommer ist Familienmensch, zusammen mit seiner Ehefrau und seiner Tochter lebt er im Südwesten Berlins. Entspannung findet der passionierte Hobbykoch vor allem bei klassischer Musik und beim Töpfern.
| 17.01.1952 | geboren in Büderich, verheiratet, 1 Tochter |
| 1971 - 1980 | Politologiestudium an der Freien Universität (FU) Berlin (1977-1979 Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung) |
| 1971 - 1980 | Teilzeitbeschäftigter Postarbeiter (V) 51 in Berlin (Paket-und Eilzustellung) |
| seit 1971 | Mitglied DPG/ver.di |
| 1971 - 1980 | verschiedene ehrenamtliche Gewerkschaftsfunktionen |
| 1979 | Diplom an der FU Berlin; Politikwissenschaft (Diplomarbeit zum Thema „Privatisierung des Postpaketdienstes“) |
| 1980 | Dozent im Bildungszentrum der Deutschen Postgewerkschaft (DPG) in Gladenbach |
| 1981 | Sekretär des DPG-Bezirksvorstandes Bremen |
| 1982 | Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Hauptvorstand der DPG |
| 1987 | dreimonatiger Studienaufenthalt in den USA (Stipendium des German Marshall Fund of the USA) |
| 1988-1993 | Hauptabteilungsleiter Zentrale Angelegenheiten bzw. Leiter der Abteilung Vorstands- und Grundsatzangelegenheiten beim Hauptvorstand der DPG |
| seit Oktober 1993 |
Mitglied des Geschäftsführenden Hauptvorstandes der DPG |
| seit Oktober 1997 |
Stellvertretender Vorsitzender der DPG |
| seit 18.03.2001 |
Stellvertretender Bundesvorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“ |
| 28.05.2002 | Wahl zum Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes |
| 10.12.2004 | Wahl zum ersten stellvertretenden Präsidenten des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG); Vorsitzender des IBFG-Lenkungsausschusses |
| 03.11.2006 |
Wahl zum stellvertretenden Präsidenten des neu gegründeten Internationalen Gewerkschaftbundes (IGB) |
| seit 1981 |
Mitglied der SPD |
| Aufsichtsratsfunktionen: Deutsche Telekom AG, Deutsche Postbank AG (stellvertretender Vorsitzender), DGB Rechtsschutz GmbH | |



