Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 052 - 28.03.2014

Ohne Jugend hat Europa keine Perspektive

Junge europäische Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter diskutieren am Freitag, den 28. März 2014, mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission José Manuel Barroso über Lösungsmöglichkeiten für die anhaltend hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Dazu erklärte Florian Haggenmiller, DGB-Bundesjugendsekretär, am Freitag in Brüssel:

„Die Jugend Europas ist besonders betroffen von der Krise, die vor einigen Jahren durch die Finanzwirtschaft verursacht wurde. Vor allem in Griechenland und Spanien leidet eine ganze Generation unter der hohen Jugendarbeitslosigkeit von teilweise über 50 Prozent.

Wir fordern Herrn Barroso auf, sich für eine schnelle, transparente und wirkungsvolle Umsetzung der europäischen Jugendgarantie unter Beteiligung der Sozialpartner und vor allem der Jugendlichen einzusetzen. Viele der bereits angedachten Maßnahmen der Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten bestehen zudem vor allem aus Praktika oder unsicheren und prekären Beschäftigungsverhältnissen. Sie sind somit keine nachhaltige Hilfe im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit. Die Sparpolitik muss endlich ein Ende haben. Speziell Jugendliche leiden unter deren Folgen. Stattdessen benötigen wir weitreichende Investitionen, wie der Deutsche und Europäische Gewerkschaftsbund mit ihren Investitionsprogrammen vorgerechnet haben.

Jugendliche brauchen vor allem gute und sichere Jobs. Die Krise darf kein Vorwand dafür sein, für Jugendliche schlechtere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.

Wir als Gewerkschaftsjugend kritisieren besonders, dass es in einigen Ländern Ausnahmen von den gesetzlichen Mindestlöhnen für Jugendliche gibt. Die Einführung niedrigerer Löhne für Jugendliche in diesen Ländern hatte keinerlei positiven Effekt auf die Beschäftigung“, so Haggenmiller. „Würde kennt keine Ausnahmen. Der Mindestlohn muss ohne Wenn und Aber auch für jugendliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gelten.“

Haggenmiller fordert die EU-Kommission und Bundesregierung zu konkreten Schritten und zum Dialog mit der Jugend auf: „Geredet wurde genug, jetzt müssen endlich Taten folgen. Es muss endlich mit der Jugend und nicht nur über die Jugend geredet werden.“

Die Gewerkschaftsjugend fordert von der Kommission mehr Beteiligung der betroffenen Jugendlichen.


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