Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 015 - 16.02.2017
G20-Außenministertreffen

Bündnis fordert von G20 Unterstützung offener und inklusiver Gesellschaften

Anlässlich des Besuchs der G20-Außenminister am 16/17. Februar in Hamburg haben sich die "G20 Gruppen der Zivilgesellschaft" für offene und inklusive Gesellschaften ausgesprochen und die G20-Außenminister in einer gemeinsamen Erklärung aufgefordert, sich entsprechend einzusetzen. "Offene und inklusive Gesellschaften sind die Basis für eine demokratische, friedliche und wohlhabende Zukunft", heißt es in der englischen Erklärung. Dazu gehöre der Respekt der Menschenrechte, die Redefreiheit, die Freiheit, Vereinigungen zu gründen und Versammlungen zu organisieren ebenso wie die Gleichbehandlung der Menschen unabhängig von Glaube und Herkunft. "Wir fordern die G20 auf, diese gemeinsamen Werte zu Hause ebenso zu unterstützen wie in ihren internationalen Beziehungen". In ihr wird deutlich vor Isolationismus und nationalen Alleingängen bei der Lösung globaler Herausforderungen gewarnt.

"Die Probleme, die wir in Deutschland lösen wollen, - wachsende Ungleichheit, wachsende Menschenfeindlichkeit gepaart mit Nationalismus, aber auch die Folgen der Klimaveränderungen - kennen keine Grenzen, viele Länder stehen vor genau den gleichen Herausforderungen. Deswegen müssen diese Lösungen ebenfalls grenzüberschreitend gesucht und umgesetzt werden. Die G20 können und sollten als starkes Bündnis dabei eine Vorreiterrolle spielen", sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann.

Die Gruppe der zivilgesellschaftlichen Organisationen umfasst neben Gewerkschaften zahlreiche Verbände und Organisationen aus der Wirtschaft, der Entwicklungs- und Umweltorganisationen, aus Wissenschaft und Wirtschaftsforschungsinstitutionen sowie Frauenverbänden.

Download: Erklärung "G20 Engagement Groups: Statement for Open and Inclusive Societies"


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