Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 127 - 25.07.2014

Bundesgesetz für Kita-Qualität notwendig

Anlässlich der Veröffentlichung des „Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme“ sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Freitag in Berlin:

„Wir brauchen eine verlässliche Qualität in der frühkindlichen Bildung. Bundesweite Qualitätsstandards für die Kindertagesstätten sind längst überfällig – sie müssen in einem Kita-Qualitätsgesetz des Bundes verbindlich festgeschrieben werden.

Wir müssen weg von dem föderalen Flickenteppich, in dem jedes Bundesland eigene Standards für die Kita-Qualität festlegt. Alle Kinder haben das gleiche Recht auf eine gute frühkindliche Bildung – egal, ob sie in Städten oder im ländlichen Raum aufwachsen. Verbindliche Standards für die Erzieherausbildung, Gruppengrößen sowie die Zeiten für die Vor- und Nachbereitung sind längst überfällig. Bund und Länder sind aufgefordert, endlich mit Gewerkschaften und Trägern gemeinsam Standards zu entwickeln.

Wir fordern die Bundesregierung auf, sich von dem bildungspolitisch irrwitzigen Betreuungsgeld zu verabschieden. Die finanziell chronisch klammen Länder sind allein nicht in der Lage, ein qualitativ hochwertiges Bildungssystem zu finanzieren. Der Bund sollte deshalb das Betreuungsgeld streichen und die frei werdenden zwei Milliarden Euro in die Kita-Qualität investieren.“


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