Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat gemeinsam mit der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt am Donnerstag, den 23. Februar 2012, um 12:00 Uhr zu einer bundesweiten Schweigeminute aufgerufen. Dazu erklärte Michael Sommer, DGB-Vorsitzender, am Mittwoch in Berlin:
„Bundesweit werden morgen sehr viele Menschen für 60 Sekunden in ihrer Arbeit innehalten, ihre Tätigkeit unterbrechen und demonstrieren, dass Fremdenhass, Rassismus und Antisemitismus in Deutschland nicht geduldet werden. Wir alle setzen damit ein Zeichen für eine offene und zu ihrer eigenen Vielfalt stehenden Gesellschaft. In unserer heutigen Kommunikations- und Informationsgesellschaft ist bewusstes Schweigen und Innehalten bereits eine unglaublich ausdrucksstarke Botschaft.
Die Rückmeldungen zu unserer Schweigeminute sind überwältigend. Viele Betriebe und Unternehmen nehmen an der Gedenkminute teil, zahlreiche Organisationen, Parteien und Verbände haben ihre Mitglieder aufgerufen, sich zu beteiligen. Das ist ein sehr gutes Signal für die Verfasstheit unserer Demokratie und ein starkes Zeichen des Mitgefühls für die Opfer und ihre Hinterbliebenen.
Menschenverachtende Gewalt und ihre Folgen können durchaus sprachlos machen. Und auch wenn wir morgen alle für eine Minute schweigen, sind wir nicht ohne Stimme. Wir sagen nein zu Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Antisemitismus!“
Der DGB-Bundesvorstand wird in einer kurzen Gedenkveranstaltung beginnend um 11.45 Uhr vor dem DGB-Haus, Henriette-Herz-Platz 2, 1017 Berlin, der Opfer gedenken. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach wird eine kurze Rede halten. Gäste sind herzlich willkommen.
Bundesweite Schweigeminute am 23. Februar 2012 um 12:00 Uhr
Der DGB ruft jeden gesellschaftlichen Akteur und jede Einzelperson dazu auf, die Schweigeminute wahrzunehmen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu unterstützen.
Der Aufruf von DGB und BDA