Der DGB hat die Bundesregierung aufgefordert, den notwendigen Ausbau der Energienetze voranzutreiben und den Investitionsstau durch einen klaren Kurs aufzulösen. „Der Netzausbau und die fehlenden Speicher dürfen nicht zum Flaschenhals der Energiewende werden. Jetzt kommt es darauf an, dass alle Akteure an einem Strang ziehen und dass der Netzausbau endlich Fahrt aufnimmt“, forderte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel auf einer Fachkonferenz von DGB und Hans-Böckler-Stiftung in Berlin.
Unter dem Titel „Neue Energie und alte Netze – Bedarf und Akzeptanz des Netzausbaus für die Energiewende“ diskutieren Experten aus Gewerkschaften, Wirtschaft und Wissenschaft über den Ausbau der Energienetze im Rahmen der Energiewende.
„Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen die Energiewende vorbehaltlos. Aber wir müssen die bestehenden Engpässe überwinden“, sagte Dietmar Hexel. Das gelte für die Energienetze und Speicherkapazitäten ebenso wie für die Investitionen und den Fachkräftebedarf.
Unverzichtbar sei eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit, um die Akzeptanz für den Netzausbau zu erhöhen. „Es geht hier nicht nur um die vom Netzausbau betroffenen Bürgerinnen und Bürger, sondern auch um die Beschäftigten in den Kraftwerken. Sie brauchen eine Perspektive und Sicherheit für ihre Zukunftsplanung“, sagte das DGB-Vorstandsmitglied.
Die Investitionen rund um den Netzausbau werde es nicht zum Nulltarif geben, so Dietmar Hexel: „Wir müssen deshalb die Kosten im Auge behalten, damit Verbraucher und Industrie nicht über Gebühr belastet werden“.
Energie- und Umweltpolitik als gewerkschaftliche Aufgabe
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