Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 077 - 28.07.2016

Buntenbach: Flüchtlinge jetzt in den Arbeitsmarkt integrieren

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Donnerstag:

"Trotz des saisonal bedingten leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit, bleibt der Arbeitsmarkt aufnahmefähig. Das muss genutzt werden, um die ungelösten Probleme offensiv anzugehen. Zum 1. August erhalten die Agenturen und Jobcenter bessere gesetzliche Rahmenbedingungen für das Nachholen von Bildungsabschlüssen. Für Arbeitslose ohne Berufsabschluss muss jetzt eine Bildungsoffensive gestartet werden, damit endlich auch Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose von der guten Situation am Arbeitsmarkt profitieren.

Erfreulich ist, dass immer mehr Flüchtlinge Arbeit finden, sie also ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen können. Aber allein im Hartz IV System sind mehr als 150.000 Geflüchtete arbeitslos gemeldet, für die zwar die Voraussetzungen vorliegen, um arbeiten zu können, aber keine Beschäftigungsmöglichkeit. Weitere 150.000 Flüchtlinge befinden sich in vorbereitenden Maßnahmen.

Jetzt müssen auch die Arbeitgeber ihre Zusagen einlösen, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wer über Fachkräftemangel klagt, muss auch ausbilden. Das gilt gleichermaßen für einheimische und zugewanderte Personen. Auch die öffentliche Verwaltung braucht Fachkräfte und auch dort gilt: Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Das kurzfristige Denken in Haushaltsjahren muss überwunden werden. Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft."


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