Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 2011 erklärt Michael Sommer, DGB-Vorsitzender und Präsident des Internationalen Gewerkschaftsbundes, am Freitag in Berlin:
„Die Mauer hat die Stadt Berlin und Deutschland viele Jahre geteilt. Das mit ihr und der deutschen Teilung verbundene Unrecht ist auch heute noch in den Köpfen vieler Menschen präsent.
‚Der Deutsche Gewerkschaftsbund gibt seiner tiefen Empörung über die widerrechtliche und unmenschliche Zerreißung der deutschen Hauptstadt Berlin durch die Kommunisten Ausdruck.’ Dieser Satz aus einer Entschließung des DGB-Bundesvorstandes aus dem August 1961 beschreibt die Haltung des DGB zur deutschen Teilung bis heute.
Vor 20 Jahren haben die Menschen in der ehemaligen DDR, haben unsere Kolleginnen und Kollegen, die Mauer und das Unrechtssystem, das sie symbolisierte, zu Fall gebracht. Sie haben Deutschland, Europa und die Welt verändert. Ihre friedliche Revolution ist und bleibt ein bewegendes Beispiel, wie stark die Kraft der Vielen ist.
Die Aufgabe bleibt, die deutsche Einheit sozial zu vollenden und die Lebens- und Arbeitsbedingungen völlig anzugleichen.
Wirklich freie Gewerkschaften kann es nur in freien Gesellschaften geben. Freie Gewerkschaften brauchen demokratische Strukturen und sind zugleich auch ein unverzichtbarer Teil einer funktionierenden Demokratie.“