Deutscher Gewerkschaftsbund

Glossar

Das DGB-Lexikon der Arbeitswelt: Begriffe von A wie Arbeitslohn bis Z wie Zulage kurz erklärt.

In diesem Wörterverzeichnis können Sie rasch die Definition zu einem Fachbegriff aus dem gewerkschaftspolitischen Bereich nachschlagen. In alphabetischer Sortierung werden die wichtigsten Begriffe von Akkord bis Zulagen erklärt.

Bitte wählen Sie einen Buchstaben:


Leiharbeit

Leiharbeit (auch: Zeitarbeit) bedeutet, dass ArbeitnehmerInnen bei einem Verleihunternehmen angestellt sind und von diesem für einen bestimmten Zeitraum an andere Unternehmen „verliehen“ werden. Leiharbeit ist in Deutschland im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) geregelt. Das AÜG wurde im Zuge der „Hartz-Reformen“ dereguliert. Seitdem ist es möglich, dass LeiharbeiterInnen wesentlich weniger verdienen als die Stammbeschäftigten, wenn für ihr Verleihunternehmen ein eigener Tarifvertrag besteht. Viele Arbeitgeber haben dieses Schlupfloch genutzt und – wie inzwischen gerichtlich festgestellt – widerrechtliche Dumping-Tarifverträge mit arbeitgeberfreundlichen Kleinst-Gewerkschaften abgeschlossen.


Lohndumping

Von Lohndumping wird gesprochen, wenn für eine Vollzeitbeschäftigung Löhne vereinbart werden, die unterhalb des Existenzminimums liegen. Auch Löhne unterhalb des tariflichen Niveaus der jeweiligen Branche gelten als Dumping, ebenso Entgelte von weniger als zwei Drittel des ortsüblichen Lohnes für eine Tätigkeit.


Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wird bis zu 6 Wochen nach 4wöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses gewährt. Für diesen Zeitraum ist dem Arbeitnehmer das ihm für seine regelmäßige Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt fortzuzahlen. Sind die 6 Wochen ausgeschöpft und dauert die Krankheit länger, wird Krankengeld gezahlt.

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