Hintergrund des Equal Pay Day in Deutschland sind die gravierenden Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland. Der Termin des Aktionstags markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu kommen. Bei einem gender pay gap von 23% fällt der Equal Pay Day auf den 26. März.
Das Aktionsbündnis „Equal Pay Day“ - in dem auch der Deutsche Frauenrat (DF) und somit auch der DGB vertreten ist - macht am 26. März 2010 bundesweit mit vielen Aktionen und Veranstaltungen auf die Ungleichheit in der Vergütung aufmerksam.
Die Entgeltunterschiede liegen nach Angaben des Statistischen Bundesamts im November 2009 bei 23 Prozent. Das heißt, dass bei einem Vergleich aller Einkommen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen 23 Prozent unter dem von Männern liegt. Damit gehört Deutschland nach wie vor zu den europäischen Staaten mit der größten Ungleichheit bei der Bezahlung von Männern und Frauen.
Diese Entgeltlücke gilt es zu schließen. Entgeltgleichheit heißt, dass berufstätige Frauen das verdienen, was ihre männlichen Kollegen schon lange bekommen. Das Ganze. Und kein Viertel weniger. Ziele des gemeinsamen Aktionsbündnisses - in dem auch die DGB-Frauen aktiv sind - sind für 2010,
Zum Thema Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen wird es am Aktionstag viele Aktivitäten vor Ort geben.
DGB-Frauen: Gewerkschaftsfrauen zum Equal Pay Day am 26. März 2010
DGB-Frauen: Aufruf der DGB-Frauen zum equal pay day 2010
DGB-Website: www.entgeltgleichheit.de
Bis einschließlich 2011 unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Organisation und Durchführung der jährlichen Aktionstage.
Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, noch heute ist dies nicht selbstverständlich. Frauenpolitik wird Anfang der 60er Jahre Gewerkschaftsthema.