Deutscher Gewerkschaftsbund

09.01.2018
Tarifticker

Metall-Tarifrunde 2018: Warnstreikwelle rollt

Die IG Metall erhöht mit einer bundesweiten Warnstreikwelle den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie. Am Dienstag haben sich knapp 60.000 Beschäftigte aus 280 Betrieben bundesweit an Warnstreiks beteiligt. Seit Ende der Friedenspflicht sind insgesamt rund 80.000 Metallerinnen und Metaller auf die Straße gegangen.

Rückenseite einer orangenen Warnweste mit der Aufschrift "Wir streiken"

DGB

Mehr als 80.000 im Ausstand

Die rund 80.000 Metallerinnen und Metaller haben damit ihrer Tarifforderung Nachdruck verliehen und gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber protestiert.

"Die starke Beteiligung der Belegschaften am bundesweiten Warnstreikauftakt zeigt, was sie vom Arbeitgeberangebot halten: Nichts! Sie lassen sich nicht mit einem mickrigen Lohnangebot abspeisen“, sagte der der erste Vorsitzende der IG Metall Jörg Hofmann zu den Warnstreiks und forderte die Arbeitgeber auf, endlich konstruktiv mit der IG Metall über die Forderungen zu verhandeln.

Der Schwerpunkt der Warnstreiks lag am Dienstag in Nordrhein-Westfalen. Dort legten rund 32.000 Beschäftigte aus 140 Betrieben kurzzeitig die Arbeit nieder. Die größte Aktion gab es in Köln mit mehr als 12.000 Warnstreikenden aus sechs Betrieben.

Am Montag lag der Schwerpunkt in Baden-Württemberg. Dort beteiligten sich über 4.000 Beschäftigte aus acht Betrieben an Warnstreikaktionen. Im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen folgten fast 2.000 Metallerinnen und Metaller aus 16 Betrieben dem Aufruf der IG Metall.

Bundesweite Warnstreiks

Fast 8.500 Beschäftigte traten im IG Metall-Bezirk Mitte in den Warnstreik. Die größte Kundgebung mit 2.500 Teilnehmern fand bei der ZF Friedrichshafen AG in Saarbrücken statt.

In Baden-Württemberg traten mehr als 6.500 Beschäftigte kurzzeitig in den Ausstand. Im IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen folgten fast 2.900 Metallerinnen und Metaller aus 21 Betrieben dem Warnstreikaufruf.

In Bayern gingen 6.000 Beschäftigte aus 21 Betrieben vor die Tore. Im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt protestierten gut 3.000 Beschäftigte aus 29 Betrieben, im Bezirk Küste 620 Beschäftigte aus neun Betrieben.

Die nächste und dritte Verhandlungsrunde startet am kommenden Donnerstag in Baden-Württemberg.

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