Ältere ArbeitnehmerInnen haben es schwer auf den Arbeitsmarkt. Sie gelten als weniger leistungsfähig als die jungen KollegInnen und werden deshalb häufig in den Vorruhestand gedrängt. Inzwischen gibt es Unternehmen, ja ganze Branchen, die keine Menschen über 50 mehr beschäftigen. Doch die deutsche Gesellschaft altert und dieser demografische Wandel wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus.
Welche Chancen haben Ältere vor diesem Hintergrund tatsächlich auf dem Arbeitsmarkt und wie können sich Betriebe und Unternehmen auf die sich verändernde Alterstruktur einstellen? Die Fachtagung "Chancen für Ältere" von Hans-Böckler-Stiftung und DGB am 2. März 2007 in Berlin diskutierte diese Fragen.
Wie stark die Unterschiede zwischen den Betrieben und Branchen in ihrem Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels sind, zeigte die abschließende Podiumsdiskussion. Für die Sozialpartner sprachen Annelie Buntenbach (DGB-Bundesvorstand) und Peter Clever (BDA). Rudi Clemens (Betriebsratsvorsitzender Bauunternehmen Frauenrath) und Peter-Jürgen Schneider (Arbeitsdirektor Salzgitter AG) vertraten die Betriebsparteien. Im Gespräch wurde deutlich, dass die Bedingungen etwa in der Baubranche spezifische Anforderungen an Arbeitszeiten, Belastung und Weiterbildungsmöglichkeiten erfordern. Lösungen "von der Stange" helfen hier nicht weiter. Besonders kritisiert wurde der zunehmende Druck auf die Älteren durch die Rente mit 67. Die Regelsaltergrenze sei erhöht worden, ohne dass bisher Voraussetzungen für eine Beschäftigung bis zur Regelaltersgrenze vorlägen.
Die Thesen der vorgestellten Studien und Analysen