Deutscher Gewerkschaftsbund

12.04.2018
Tarifticker

Chemie-Tarifrunde 2018: Forderungen beschlossen

Unter dem Motto „Weil du es Wert bist!“ hat der Hauptvorstand der IG BCE seine Empfehlungen für die kommenden Tarifverhandlungen in der chemischen Industrie abgegeben. Die IG BCE empfiehlt für die rund 580.000 Beschäftigten unter anderem eine Entgelterhöhung um sechs Prozent, ein kräftiges Plus beim zusätzlichen Urlaubsgeld und eine zukunftsorientierte Arbeitsbedingungen.

Ralf Sikorski, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, stellt die Chemie2018 Forderungsempfehlung von 6% und doppeltes Urlaubsgeld vor.

IG BCE/Flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

Für die in diesem Jahr stattfindenden Tarifverhandlungen empfihelt der Hauptvorstand der IG BCE unter anderem:

  • Eine Erhöhung der der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
  • Die Anhebung des zusätzlichen Urlaubsgelds von derzeit 20,45 Euro auf 40 Euro pro Urlaubstag für Vollzeitbeschäftigte und von derzeit 449,94 Euro auf 900 Euro jährlich für Auszubildende.
  • Die Weiterentwicklung der Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitsysteme. Die Beschäftigten sollen stärker darüber mitentscheiden können, wann und wie sie welche Aufgaben bearbeiten – auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensphasen.

Die Forderungsempfehlung des Hauptvorstands wird in den nächsten Wochen von Vertrauensleutegremien und Tarifkommissionen der IG BCE diskutiert. Mitte Juni beschließt dann die Bundestarifkommission die endgültigen Forderungen. Wenig später starten die Gespräche zwischen IG BCE und Arbeitgebern zunächst in den regionalen Tarifbereichen und im September werden dann die Verhandlungen auf Bundesebene geführt.

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