Deutscher Gewerkschaftsbund

11.01.2017
Arbeitsschutz

EU-Vorschlag gegen Krebs am Arbeitsplatz enttäuscht

100.000 Menschen sterben jedes Jahr in der EU, weil sie am Arbeitsplatz gefährlichen Chemikalien ausgesetzt sind. Die Europäische Kommission wollte deshalb für 25 Stoffe bindende Grenzwerte vorschlagen - hat das aber nur für sieben getan. DGB-Vorstand Annelie Buntenbach fordert endlich umfassenden Schutz für die Beschäftigten: "Alle diese Todesfälle sind vermeidbar." 

Frau Im Labor mit Mundschutz und Reagenzglas

DGB/dolgachov/123.rf

Die EU-Kommission hat heute neue Grenzwerte für sieben weitere krebserregende Chemikalien am Arbeitsplatz bekannt gegeben.

Dazu sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach:

"Der Vorschlag der EU-Kommission ist enttäuschend. Die EU-Kommission bleibt hinter ihrer eigenen Ankündigung zurück, in 2016 insgesamt 25 bindende Grenzwerte für krebserregende Stoffe vorschlagen zu wollen. Wir fordern die Kommission auf, zeitnah weitere Grenzwerte vorzuschlagen, die Beschäftigte vor Krebserkrankungen effektiv schützen. Jedes Jahr sterben 100.000 Beschäftigte in der EU an Krebs durch die Exposition mit gefährlichen Chemikalien bei der Arbeit. All diese Todesfälle sind vermeidbar. Ein weiterer wichtiger Schritt wäre die Erweiterung des Geltungsbereichs der Krebsrichtlinie um reprotoxische Substanzen."


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