Deutscher Gewerkschaftsbund

28.09.2017

Nachruf auf Helga Grebing

Kritische und solidarische Wegbereiterin der deutschen Gewerkschaftsbewegung

Helga Grebing, Schwarz-Weiß-Portrait

Veranstaltungsfoto - Helga Grebing, Fotoarchiv, CC-BY-SA 4.0

Im Alter von 87 Jahren ist die Historikerin Helga Grebing am 25. September 2017 verstorben. Mit ihren Arbeiten zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung und als langjährige Leiterin des „Institutes zur Erforschung der Internationalen Arbeiterbewegung“ an der Ruhr-Universität Bochum hat sie auf vielfältige Weise maßgeblich dazu beigetragen, dass die Bedeutung der Gewerkschaften für die Etablierung und Stabilisierung einer demokratischen Gesellschaft im wissenschaftlichen Diskurs und im öffentlichen Bewusstsein fest verankert wurde. Auch nach ihrer Emeritierung im Jahr 1995 ist Helga Grebing ihrem Selbstverständnis als politische Historikerin treu geblieben. Jenseits von einer Elfenbeinturm-Attitüde hat sie weiterhin schnörkellos die Entwicklung der Einheitsgewerkschaften und ihre Herausforderungen kommentiert. Im vom DGB und der HBS eingerichteten Gesprächskreis Sozial- und Wirtschaftsgeschichte war sie mit ihrem Wissen, ihrer Zeitzeugenschaft und ihrer direkten Art ein belebendes Element. Als überzeugte Vertreterin eines demokratischen Sozialismus wird sie nun nicht mehr ihr letztes Buchprojekt „Streiten für eine Welt jenseits des Kapitalismus. Fritz Sternberg – Wissenschaftler, Vordenker, Sozialist“ im DGB vorstellen können.

Wir werden Helga Grebing als kritische und solidarische Wegbegleiterin schmerzlich vermissen.


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