Deutscher Gewerkschaftsbund

Schwerpunkt Finanzkrise

27.03.2009
G20-Gipfel

Internationale Gewerkschaften fordern neue Wirtschafts- und Finanzordnung

Anlässlich des G-20 Gipfels am 2. April in London fordern die internationalen Gewerkschaften eine neue Wirtschafts- und Finanzordnung. Eine entsprechende gemeinsame Erklärung wurde den Staats- und Regierungschefs der G20 in London übergeben. Verlangt werden weiterhin ein internationaler Sanierungsplan, Maßnahmen gegen Lohnabbau sowie weitreichende Schritte gegen den Klimawandel.

Im Vorfeld des G20-Gipfels führt der DGB-Vorsitzende und IGB-Vizepräsident Michael Sommer mit seinen Kollegen aus den G20-Staaten zahlreiche politische Gespräche. Auf Grundlage ihrer Londoner G20-Erklärung werden Michael Sommer und seine Kollegen die Gelegenheiten nutzen und in den Gesprächen darauf drängen, eine neue und verbindliche Wirtschafts- und Finanzordnung zu installieren, die eine Wiederholung der aktuellen globalen Krise verhindert und künftig ein nachhaltiges, Klima schonendes Wachstum mit dem vorrangigen Ziel der Schaffung von Arbeitsplätzen und besserer sozialer Sicherheit weltweit ermöglicht.

Die Forderungen:

  • Die Verstaatlichung insolventer Banken sowie eine lückenlose Regulierung und Überwachung von Finanzprodukten sowie des Finanzsystems,
  • Maßnahmen zur Bekämpfung einer drohenden Lohndeflation und der zunehmenden Einkommensungleichheit,
  • eine weitreichende und ehrgeizige internationale Klimaschutzvereinbarung und
  • neue rechtliche Rahmenbedingungen für internationale Institutionen wie IAO, IWF, WTO und OECD.


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02.04.2009
Vor dem G20-Gipfel: Europaweite Proteste
Zehntausende haben vor dem Londoner G20-Gipfel am 2. April europaweit gegen die Verursacher der Krise demonstriert. Die Menschen forderten von den Regierungen ein besseres Krisenmanagement. Die größte Demonstration fand mit 35 000 TeilnehmerInnen unter dem Motto "Put the people first" ("Die Menschen zuerst") in London statt.
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