Deutscher Gewerkschaftsbund

Die ILO und internationale Arbeitsnormen

02.06.2014

Annelie Buntenbach in ILO-Verwaltungsrat gewählt

Buntenbach, DGB

DGB/Jana Stritzke

Die 103. Jahrestagung der Internationalen Arbeitsorganisation ILO hat heute DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach in den ILO-Verwaltungsrat gewählt. Buntenbach folgt damit dem ehemaligen DGB-Vorsitzenden Michael Sommer, der seit 2008 Mitglied des Verwaltungsrats war.

Der Verwaltungsrat wird für drei Jahre gewählt und bestimmt wesentlich die Politik der ILO. Er besteht aus jeweils 14 VertreterInnen von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, sowie 28 VertreterInnen der Regierungen der 183 ILO-Mitgliedsländer.

Die ILO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und die einzige "tripartistische" UN-Organisation, in der neben Regierungs- auch Arbeitnehmer- und ArbeitgebervertreterInnen mitarbeiten und Stimmrecht haben. Aufgabe der ILO ist es, soziale Gerechtigkeit sowie Menschen- und Arbeitsrechte weltweit zu fördern. Mit Übereinkommen der ILO werden wichtige internationale Arbeitsstandards gesetzt. Die acht wichtigsten Übereinkommen der Arbeitsorganisation (zum Beispiel die Übereinkommen zum Vereinigungsrecht, gegen Zwangsarbeit und gegen die "schlimmsten Formen der Kinderarbeit") werden als ILO-Kernarbeitsnormen bezeichnet.


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