Deutscher Gewerkschaftsbund

10.10.2017
Tarifticker

IG Metall fordert mehr Freizeit und sechs Prozent mehr Geld

Metall-Tarifrunde 2018

Sechs Prozent mehr Geld und eine Wahloption zur Verkürzung der individuellen Arbeitszeit. Das empfiehlt der IG Metall-Vorstand als Forderung in der kommenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Nun läuft die Diskussion in den Betrieben.

Für die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie empfiehlt der Vorstand der IG Metall eine Forderung von sechs Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von 12 Monaten und eine Wahloption zur Absenkung der Arbeitszeit: In allen Tarifgebieten in Ost und West sollen IG Metall Mitglieder zukünftig einen individuellen Anspruch erhalten, ihre Arbeitszeit ohne Begründung für zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche absenken zu können.

Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, begründete die Forderung mit der guten wirtschaftlichen Lage der Metall- und Elektroindustrie, den gestiegenen Flexibilitätserwartungen an die Beschäftigten und ihrem daraus folgenden Wunsch nach mehr Selbstbestimmung in der Arbeitszeit.

Eine Forderung von 6 Prozent sei angesichts des ungebrochenen Wachstums und vollen Auftragsbüchern auch und gerade in der Automobilbranche angemessen, um die Beschäftigten am Erfolg zu beteiligen. Sie hätten unter anderem mit ihrer Bereitschaft zu flexibleren Arbeitszeiten zu diesem Erfolg beigetragen.

So geht die Tarifrunde weiter

Nach Abschluss der Diskussionen in den Betrieben, kommen die Tarifkommissionen am 24. Oktober erneut zusammen, um über die endgültigen Forderungen zu entscheiden. Diese werden schließlich am 26. Oktober vom IG Metall-Vorstand bestätigt. Am 15. November starten dann die Verhandlungen mit den Arbeitgebern in den Bezirken.

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