Deutscher Gewerkschaftsbund

11.01.2016
Hans-Böckler-Stiftung

Jedes fünfte Kind in Deutschland ist arm

Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in einem Haushalt, der von Einkommensarmut betroffen ist. Diese Quote stagniert seit Jahren auf hohem Niveau – allerdings gibt es große regionale Unterschiede.

LINK: Alle Daten zur Kinderarmut in einer Deutschlandkarte gibt's hier.

Bremen, Sachsen-Anhalt und Regierungsbezirk Düsseldorf sind Schlusslichter

Entwicklung und Höhe der Kinderarmutsquote unterscheiden sich dabei regional stark, wie eine Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Die höchsten Armutsgefährdungsquoten von Kindern und Jugendlichen haben Bremen (33,1%), Sachsen-Anhalt (28,7%) und der Regierungsbezirk Düsseldorf (25,1%). Am geringsten ist die Quote mit zwischen 9,1% und 10,5% in den drei süddeutschen Regierungsbezirken Oberbayern, Oberpfalz und Tübingen.

Als arm gelten nach gängiger wissenschaftlicher Definition Haushalte, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des bedarfsgewichteten mittleren Einkommens beträgt. Für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren liegt die Armutsschwelle derzeit bei einem verfügbaren Nettoeinkommen von weniger als 1926 Euro im Monat. Im Jahr 2014, dem letzten, für das aktuell Mikrozensus-Daten vorliegen, lebten rund 2,47 Millionen Kinder in Armut, zeigt die WSI-Auswertung.


LINK

Hans-Böckler-Stiftung: Kinderarmut in Deutschland: Große regionale Unterschiede, hohes Risiko für Flüchtlinge


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DGB und BDA stel­len Ak­ti­ons­plan ge­gen Kin­der­ar­mut vor
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In einer gemeinsamen Initiative setzen sich Gewerkschaften und Arbeitgeber gegen Kinderarmut ein. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach und BDA-Vorstandsmitglied Peter Clever stellten Anfang September den Aktionsplan „Zukunft für Kinder – Perspektiven für Eltern in SGB II“ vor. „Kein Kind sollte in einer Familie aufwachsen, in der kein Elternteil erwerbstätig ist“, sagte Annelie Buntenbach.
Zur Pressemeldung

Ar­mut: Je­des fünf­te Kind wächst mit Hartz IV auf
DGB/Simone M. Neumann
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