Deutscher Gewerkschaftsbund

12.04.2018
Tarifticker

Tarifrunde öffentlicher Dienst: Warnstreiks massiv ausgedehnt

ver.di und die GEW haben in dieser Woche ihre Warnstreiks im Rahmen der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen massiv ausgedehnt. Bundesweit sind zehntausende Beschäftigte dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt und befanden sich im Streik. Auch am Freitag wird es zu weiteren Arbeitsniederlegungen in zahlreichen Bereichen und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes kommen.

Hintergrund der Streiks ist, dass die Gewerkschaften Druck auf die anstehende dritte Verhandlungsrunde ausüben wollen. Nach zwei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber bisher noch kein Angebot vorgelegt.

ver.di und GEW fordern für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Darüber hinaus fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat. Außerdem sollen Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 15. und 16. April in Potsdam statt.

Zur Pressemeldung von ver.di

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