Deutscher Gewerkschaftsbund

18.04.2018
Woche der beruflichen Bildung

Bundespräsident und DGB-Vize bei Azubis in Leipzig

Diese Woche ist "Woche der beruflichen Bildung" unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender. Die Ausbildung der Zukunft brauche vor allem "eine starke Interessensvertretung im Betrieb", sagt DGB-Vize Elke Hannack bei einem Termin mit dem Bundespräsidenten in Leipzig.

Arbeiter bei Evonik

DGB/Simone M. Neumann

(Symbolbild)

Treffen mit JAV-Mitgliedern

© Bundesregierung / Steffen Kugler

Azubis zu Gast beim Bundespräsidenten

Manuel und Felix, die derzeit mitten in ihrer Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und Hotelfachmann stecken, haben im Rahmen der Woche der beruflichen Bildung mit Bundespräsident Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender gesprochen. Beide sind sehr engagiert in der jungenNGG, der Jugendorganisation der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Mehr Infos

Am 18. April besuchten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender im Rahmen der "Woch der Berufsbildung" die Ausbildungswerkstatt bei BMW in Leipzig (hier ein Bericht der IG Metall Leipzig). Mit dabei: Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack und DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte.

Ein Schwerpunkt des Besuchs des Bundespräsidenten und seiner Frau: Die Mitbestimmung in der Ausbildung, also die Arbeit der Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV). Zwölf JAV-Mitglieder aus verschiedenen Betrieben empfingen Steinmeier zum Gespräch und schilderten, wie sie die Interessen der Azubis vertreten und vor welchen Herausforderungen sie dabei stehen.

Mitbestimmung zählt zu den Stärken der beruflichen Bildung in Deutschland

"Die Ausbildung der Zukunft braucht eine starke Interessensvertretung im Betrieb: nur so sind technische Innovationen und Herausforderungen wie die Digitalisierung auch im Sinne der Auszubildenden umsetzbar", so Hannack. "Deshalb ist es heute wichtiger denn je, dass junge Menschen mitbestimmen können, was mit ihnen und ihrer Zukunft passiert – auch im Ausbildungsbetrieb. Und wir wissen auch: Dort wo es starke Jugend- und Auszubildendenvertretungen, Betriebs- und Personalräte gibt, wird mehr und besser ausgebildet. Die Mitbestimmung zählt zweifelsohne zu den Stärken und Kernprinzipien der beruflichen Bildung in Deutschland."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (5.v.l.) und DGB-Vize Elke Hannack (3.v.l.) mit Azubis in Leipzig IG Metall Leipzig

JAV unterstützt Auszubildende

Auch DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte betonte die Bedeutung der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) im Betrieb: "JAVen unterstützen die Auszubildenden, haben immer ein offenes Ohr und scheuen keine Auseinandersetzung mit den Chefs, wenn es hart auf hart kommt. Auch der Ausbildungsreport der DGB-Jugend zeigt, in den Betrieben mit Jugend- und Auszubildendenvertretung sind die Auszubildenden zufriedener als in den Betrieben ohne JAV. Jugend- und Auszubildendenvertretungen sind das Rückgrat guter Ausbildung im Betrieb."

"Besten-Auslese" ist kontraproduktiv

Die DGB-Bundesjugendsekretärin betonte aber auch: "Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertretungen brauchen mehr Mitbestimmungsrechte, wenn es um die Einstellungskriterien geht. Der Ausbildungsmarkt muss allen jungen Menschen gleichermaßen offen stehen. Eine Besten-Auslese bei der Auswahl von Auszubildenden ist da völlig kontraproduktiv."

IHK / Andreas Wiese

DGB-Vorsitzender Hoffmann bei Woche der beruflichen Bildung

Auch der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann nahm am 20. April bei der IHK Düsseldorf an einer Veranstaltung im Rahmen der Woche der beruflichen Bildung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teil (siehe Foto).

WEITERE LINKS

Auch die Ruhrnachrichten und SAT.1 haben über die Woche der beruflichen Bildung berichtet:


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