Deutscher Gewerkschaftsbund

11.10.2017
Tarifticker

Holz-Tarifrunde: IG Metall-Mitglieder diskutieren über Forderung

Parallel zur Metall-Tarifrunde startet im Herbst zeitgleich die Tarifrunde für die etwa 170.000 Beschäftigten in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie. Auch hier diskutieren derzeit die IG Metall-Mitglieder über ihre Forderungen. Am Ende der Diskussionen könnte eine Entgeltforderung zwischen 5,5 und 6 Prozent beschlossen werden.

 

Mann mit Hobel bearbeitet ein Stück Holz

Colourbox.de

Die IG Metall-Mitglieder diskutieren aktuell in den Betrieben und gewerkschaftlichen Gremien darüber, um wie viel Prozent die tariflichen Löhne und Gehälter in den Holz und Kunststoff verarbeitenden Betrieben steigen sollen. Bei ihrer Forderungsdebatte orientieren sich die IG Metall und ihre Mitglieder an der konjunkturellen Lage, an der Preisentwicklung und der Produktivität. Die Produktivität ist das, was die einzelnen Beschäftigten in einem Jahr mehr produzieren als im Jahr davor. Zudem erwarten die Arbeitnehmer einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg, der bei den Diskussionen ebenfalls eine Rolle spielt.

Zur Branche der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie zählen die Möbel- und Holzindustrie sowie Baubedarf aus Kunststoff, aber auch Teile der Caravanindustrie, der Spielzeugindustrie sowie Hersteller von Musikinstrumenten und weitere Branchen.

So geht es weiter:

In der letzten Oktoberwoche kommen die Tarifkommissionen ein weiteres Mal zusammen und sammeln die Diskussionsergebnisse aus den Betrieben. Kommt es danach zu einer Einigung, werden die Ergebnisse an den IG Metall-Vorstand weitergegeben. Mitte November entscheidet der IG Metall-Vorstand dann endgültig über die Forderungen.

Die Holz-Tarifrunde startet dann voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember. Am 31. Dezember enden die Entgelt-Tarifverträge und in einigen Bundesländern auch die Friedenspflicht. Danach sind Warnstreiks möglich in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland Pfalz, Thüringen und in Bayern.

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