Deutscher Gewerkschaftsbund

23.10.2009

Externe Studien und Dokumente zur Leiharbeit

Hintergrundinformationen zur politischen Diskussion um die Leiharbeit. Analysen, Gutachten und  Stellungnahmen aus Deutschland und Europa.

Funktionswandel von Leiharbeit Neue Nutzungsstrategien

Vor der Krise ist die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland kontinuierlich angestiegen. Viele Unternehmen nutzten Leiharbeit als strategisches Instrument, um ihre Profite zu steigern und etablierten so eine Zwei-Klassen-Belegschaft. Das belegt eine Studie der von Hajo Holst, Oliver Nachtwey und Klaus Dörre für die Otto Brenner Stiftung.

Studie "Funktionswandel von Leiharbeit - Neue Nutzungsstrategien und ihre arbeits- und mitbestimmungspolitischen Folgen" (PDF)


Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen - Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte

Mit dieser Studie liegen erstmals fundierte und objektive Informationen über die Struktur der Zeitarbeitsbranche vor. Am Beispiel NRW werden die Einsatzstrategien, die Dauer der Beschäftigung und die Entlohnungssituation untersucht. Der Lohnunterschied zwischen Leiharbeitnehmern und den Stammbelegschaften der Unternehmen ist oft beträchtlich. So verdienen LeiharbeitnehmerInnen vergleichbarer Gehaltsgruppen 36 bis 45 Prozent weniger als die KollegInnen an der gleichen Werkbank. Die Studie entstand im Auftrag des Arbeitsministeriums NRW.

Studie Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen (PDF)


Leiharbeit im Betrieb Strukturen, Kontexte und Handhabung einer atypischen Beschäftigungsform

Diese Studie bietet erstmals repräsentative Daten zum betrieblichen Einsatz von Leiharbeit. Ergebnis: Trotz des Wachstums in den letzten Jahren nimmt Leiharbeit in den meisten Betrieben eine randständige Rolle ein. Eine Minderheit nutzt sie intensiv - mit teils problematischen Folgen. Leiharbeit organisiert in Deutschland mittlerweile große Teile des gering qualifizierten, vorwiegend industriellen Arbeitsmarkts ivor allem urbaner Zentren. Jetzt breitet sie sich auch  auf einfacher Dienstleistungsarbeit aus. Die Untersuchung wurde durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert.

IAB-Studie Download PDF (2006)

Leiharbeit in der EU

Über Situation in den Ländern der EU informieren diese Studien der Europäischen Stiftung Eurofound, Dublin. Die Studien liegen nur in englischer Sprache vor.

Temporary agency work and collective bargaining in the EU (2009)

This report reviews the present situation regarding the use of temporary agency work (TAW) in European Union Member States. It looks at arrangements for social dialogue and collective bargaining at national level across the EU. It examines the role of collective bargaining in determining such matters as length of assignment, the use of TAW in strikes, and the proportion of agency workers allowed; it also looks at the role of collective bargaining in determining equality of treatment in pay, training and other conditions of employment. In addition, the report reviews other forms of regulation, and national variations, including the composition of companies in the field of TAW, its sectoral and occupational distribution, and the duration of temporary assignments.

www.eurofound.europa.eu/eiro/studies/tn0807019s/tn0807019s.htm

Temporary agency work in the European Union (2002)

This report examines the main trends in temporary agency work and the problems and challenges it poses for the different Member States and the EU as a whole. It puts the spotlight on the working conditions of temporary agency workers, and the specific features of such work that might help explain these conditions. It also looks at issues such as the position of temporary agency work in the labour market, equal treatment as regards pay and working conditions and collective bargaining aspects such as trade union participation and access to participation for agency workers.

www.eurofound.europa.eu/publications/htmlfiles/ef0202.htm



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Leiharbeit in Deutschland und Europa

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Niedriglohnsektor ist Sprungbrett in die Armut
Der DGB weist die Behauptung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zurück, der Niedriglohnsektor sei ein Sprungbrett für gute Arbeit. "Für Millionen Beschäftigte ist der Niedriglohnsektor eine Armutsfalle", sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.
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Gesetz zur Verhinderung von Missbrauch der Arbeitnehmerüberlassung
Das Gesetz soll den Mißbrauch der Leiharbeit begrenzen. Mit der Novellierung der Leiharbeit 2003 wurden Einschränkungen weitgehend aufgehoben, die Gleichbehandlung mit der Stammbelegschaft bei Lohn (Equal Pay) und Arbeitsbedingungen wurde nicht durchgesetzt. Bleiben die Kostenvorteilen der Arbeitgeber weiter, wird die Leiharbeit weiterhin sich weiterhin ungebremst ausbreiten.
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CGZP-Tarifverträge seit 2004 nichtig: Leiharbeitskräfte sollten Ansprüche geltend machen
Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat bestätigt, dass die Christlichen Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personaldienstleistungen (CGZP) auch in den Jahren 2004, 2006 und 2008 beim jeweiligen Abschluss eines Tarifvertrages nicht tariffähig waren. Diese Tarifverträge sind nichtig und die Leiharbeitnehmer mussten mit vergleichbaren Stammbeschäftigten gleich behandelt werden. Betroffene Leiharbeitskräfte sollten ihre Ansprüche umgehend geltend machen.
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