Deutscher Gewerkschaftsbund

06.10.2016

WhatsApp in der Kritik

einblick 16/2016

Der amerikanische Betreiber von WhatsApps steht massiv in der Kritik. Der Messenger will Daten seiner NutzerInnen an den Mutterkonzern Facebook übertragen – unabhängig davon, ob diese einen Facebook-Account haben oder nicht.

Besonders kritisch: Auch Handynummern von Menschen, die lediglich im Telefonbuch der WhatsApp-NutzerInnen gespeichert sind, gehen an Facebook. Möglich machen das Ende August geänderte Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen.

Der Hamburgische Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar hat die Weitergabe der Daten per Anordnung beim Verwaltungsgericht für die deutschen WhatsApp-Nutzer untersagen lassen. Der Online-Nachrichtendienst heise berichtet Mitte Oktober, dass Facebook gegen diese Anordnung gerichtlich vorgehen will.

WhatsApp-Account löschen

Verbraucherschützer raten: „Wer den Messenger unter den neuen Bedingungen nicht mehr nutzen möchte, sollte seinen Account komplett löschen.“ Um den Account zu löschen, muss man WhatsApp öffnen. Im Menü klickt man nun auf die Menütasten > Einstellungen > Account > Meinen Account löschen. Hier muss man nun die eigene Telefonnummer im vollständigen internationalen Format eingeben und dann bestätigen, um den Account zu löschen.

Messenger auf dem Vormarsch

Kurznachrichtendienste wie WhatsApp, Facebook Messenger oder Skype sind für viele aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Laut einer Umfrage des  Digitalverbands Bitkom verwenden gut zwei Drittel (69 Prozent) der Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland einen Kurznachrichtendienst. Besonders beliebt sind Messenger bei den Jüngeren: 82 Prozent der 14- bis 29-jährigen Internetnutzer und 81 Prozent der 30- bis 49-jährigen verwenden Kurznachrichtendienste. Whats-App wird mit Abstand am häufigsten genutzt. Fast zwei Drittel aller Internetnutzer in Deutschland haben laut Bitkom WhatsApp auf ihrem Smartphone.


SmartUnion hat drei Alternativen zu WhatsApp zusammengestellt...

Außerdem gibt der Verbraucherschutz Bundesverband Tipps, worauf NutzerInnen von Kurznachrichtendiensten achten sollen...

 


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