Deutscher Gewerkschaftsbund

04.01.2018
Tarifticker

3.000 Metaller streiken in Baden-Württemberg und Brandenburg

2.500 Beschäftigte bei Porsche in Baden-Württemberg und 500 Beschäftige beim Autozulieferer ZF in Brandenburg folgten dem Warnstreikaufruf der IG Metall und legten für einige Stunden die Arbeit nieder. Damit reagierten die Metallerinnen und Metaller auf das bisherige Angebot der Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen der Metall- und Elektroindustrie.

Flagge der IG Metall

DGB/Simone M. Neumann

Kurz nach 9 Uhr legten rund 2.500 Beschäftigte des Automobilherstellers Porsche in Stuttgart die Arbeit nieder und versammelten sich vor dem Porsche Museum zu einer öffentlichen Kundgebung, um die Forderungen der IG Metall zu unterstützen. Uwe Hück, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Porsche AG und Uwe Meinhardt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Stuttgart informierten die Belegschaft zum aktuellen Verhandlungsstand in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie.

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Beim Getriebehersteller ZF in Brandenburg/Havel legten heute kurzzeitig rund 500 Beschäftigte die Arbeit nieder und folgten damit dem Warnstreikaufruf der IG Metall. Auf der Kundgebung vor dem Werktor von ZF kritisierte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, das Verhalten der Arbeitgeber. Es sei "nicht akzeptabel, dass die Ost-Metaller für das gleiche Entgelt wöchentlich drei Stunden länger arbeiten müssen als im Westen. Das ist ein Monat kostbare Lebenszeit im Jahr und bezogen auf ein Arbeitsleben arbeiten ostdeutsche Kolleginnen und Kollegen für das gleiche Geld drei Jahre länger".

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Bereits am 2. Januar hatten Metallerinnen und Metaller in Hannover und Salzgitter an mehreren Warnstreiks teilgenommen.


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Die Übersichtsseite der IG Metall zur Metall-Tarifrunde 2018


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