Deutscher Gewerkschaftsbund

Deutschland braucht den Mindestlohn

Niedriglohn macht Deutschland arm. Arm trotz Arbeit

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Selbst Vollzeitarbeit schützt nicht vor Armut. Nach einer Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ). arbeiteten im Jahr 2008 6,55 Millionen aller Beschäftigten in Deutschland im Niedriglohnbereich - 45 Prozent davon in Vollzeit.

Als Niedriglohn gelten laut IAQ demnach zwei Drittel des mittleren Lohns (Median-Lohn). Ein Armutszeugnis für unser Land. Deshalb brauchen wir Mindestlöhne!

Doch während die meisten europäischen Länder bereits gute Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen machen, verzögern die Entscheidungsträger in Deutschland mit wenig fruchtbaren Diskussionen Existenz sichernde Löhne für alle Beschäftigten.

Es sind Anfang 2006 die Gewerkschaften, die Mindestlöhne auf die politische Agenda bringen. Mit den Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Regierung hatten sich 2005 die Bedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt verschärft. Ergebnis war die Ausweitung des Niedriglohnsektors. Die Politiker konzentrierten sich zunächst vor allem auf das Kombilohn-Modell, das sich jedoch als wenig effizient erwies.

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