Deutscher Gewerkschaftsbund

15.04.2015
Keine negativen Mindestlohn-Effekte

BA-Vorstand Alt: Keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell hat sich am Montag in Berlin mit Heinrich Alt, Vorstand Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit (BA) getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand der gesetzliche Mindestlohn.

Alt betonte, für eine erste Bilanz sei es noch zu früh. Bislang gebe es jedoch keine Hinweise darauf, dass der Mindestlohn negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt habe. Mittelfristig rechne die BA sogar mit positiven Auswirkungen, wie einer sinkenden Zahl von Aufstockern und damit einhergehenden Einsparungen.

Körzell zeigte sich erfreut, dass der von einigen Wirtschaftsforschern prognostizierte Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht eingetreten sei. Die mit dem Mindestlohn verbundenen Einkommenssteigerungen führten zudem zu steigender Nachfrage. „Der Mindestlohn ist nicht nur gut für diejenigen, die ihn bekommen. Er entlastet auch die Beitragszahler und regt den Konsum an.“


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Mindestlohn-Ausnahmen für Langzeitarbeitslose laufen ins Leere
Statt Mindestlohn-Ausnahmen bräuchten Langzeitarbeitslose "passgenaue, steuerfinanzierte Unterstützung, um eine Perspektive auf dem Ersten Arbeitsmarkt zu haben", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell anlässlich der heute veröffentlichten Pressemitteilung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). weiterlesen …
Pressemeldung
Flüchtlinge integrieren und vor Lohndumping schützen
Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen zeigte sich DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell erfreut. "Der Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung und aufnahmebereit“ sagte Körzell. Jetzt komme es auf eine zügige Qualifizierung der Flüchtlinge an, um sie so verstärkt in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Es muss zudem verhindert werden, dass Flüchtlinge als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden.“ Zur Pressemeldung
Pressemeldung
Ausnahmen beim Mindestlohn nicht schaffen, sondern abbauen
Mit durchschnittlich 2,7 Millionen Arbeitslosen ist die Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren, kommentiert DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Trotzdem verharren noch zu viele Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit. Deshalb müssen Ausnahmen vom MIndestlohn abgeschafft werden. Zur Pressemeldung

Zuletzt besuchte Seiten