Deutscher Gewerkschaftsbund

22.09.2017
DGB-Rentenkampagne

Rentenpolitik: "Jetzt liegt der Ball in Ihrem Feld!"

Bereits rund 80.000 Bürgerinnen und Bürger haben unseren Rentenappell gegen den Sinkflug bei der gesetzlichen Rente unterzeichnet. Jetzt liegt der Ball im Feld der Politik. Sie muss nach der Bundestagswahl für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik sorgen. Das machen wir in dieser Woche mit symbolischen "Ballübergaben" an die Bundestagsparteien deutlich.

Vier Hände halten einen weißen Lederfußball mit der Aufschrift "Gesetzliche Rente stärken: Der Ball liegt in Ihrem Feld"; daneben das DGB-Logo

DGB/Simone M. Neumann

  • Den Renten-Sinkflug stoppen!
  • Rente muss für ein gutes Leben reichen!
  • Kurswechsel: Die gesetzliche Rente stärken!

In den vergangenen Wochen haben rund 80.000 Menschen den DGB-Rentenappell "Mit deiner Stimme den Renten-Sinkflug stoppen!" unterzeichnet. In Betrieben, auf der Straße und online haben wir gemeinsam mit vielen aktiven Kolleginnen und Kollegen Unterschriften gesammelt.

Die Bürgerinnen und Bürger haben damit ein klares Zeichen für eine Stärkung der gesetzlichen Rente gesetzt. Deshalb sagen wir:

"Jetzt liegt der Ball im Feld der Politik."

Bündnis 90/Die Grünen

Deshalb übergeben wir in dieser Woche symbolisch einen Ball mit der Aufschrift "Gesetzliche Rente stärken: Der Ball liegt in Ihrem Feld" an die im Bundestag vertretenen Fraktionen. Den Anfang haben wir am 20. September bei Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen, gemacht.

Drei Männer halten gemeinsam einen Fußball vor einer Rückwand der Partei Bündnis 90/Die Grünen

Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen, Klaus Beck, DGB-Bundesvorstandssekretär, und Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB-Bundesvorstand DGB/Simone M. Neumann

Beim anschließenden Gespräch mit Michael Kellner waren sich Grüne und DGB einig, dass es beim Thema Rente großen Handlungsbedarf gibt. Zentral sind dabei die Stabilisierung des Rentenniveaus sowie ein Ausgleich für niedrige Einkommen und ein System, das modernen Familienmodellen besser gerecht wird.

SPD

Anschließend machten Klaus Beck, Bundesvorstandssekretär des DGB, und Markus Hofmann, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB-Bundesvorstand, Halt bei der SPD und machten bei der "Ballübergabe" an SPD-Generalsekretär Hubertus Heil deutlich, wie entscheidend das Thema Rente ist. Heil nahm den Ball - im wörtlichen Sinne - gleich auf:

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil "dribbelt" mit Fußball

DGB/Simone M. Neumann

Auch die SPD fordert Verbesserungen bei der gesetzlichen Rente, die Stabilisierung des Rentenniveaus ist Teil des Regierungsprogramms zur Bundestagswahl 2017.


 


DIE LINKE

Am Freitag, dem 22. September, folgte die "Ballübergabe" zum Rentenappell der Gewerkschaften an die Partei DIE LINKE. Wir werden auch von diesem Treffen berichten.

DGB/Unger

Vertreter des DGB übergaben auch hier einen der Rentenbälle zusammen mit den wichtigsten Forderungen der Gewerkschaften an die Partei DIE LINKE:

  • Rente nicht entwerten
  • Rente mit 70 verhindern
  • Altersarmut vermeiden
  • Arbeitgeber an den Kosten beteiligen

Gleichzeitig übergab Matthias Höhn (Foto, links), Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE, Markus Hofmann (Foto, rechts), Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB-Bundesvorstand, die Positionen seiner Partei zur Zukunft der Rente. DIE LINKE fordert unter anderem eine Stabilisierung und eine deutliche Anhebung des Rentenniveaus. DGB und DIE LINKE waren sich einig, auch nach der Bundestagswahl weiter politisch Druck zu machen, um die gesetzliche Rente zu stärken und Altersarmut zu verhindern.


Union

Die CDU stand leider nicht für eine "Ballübergabe" oder ein Gespräch zur Zukunft der Rente zur Verfügung.


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