Deutscher Gewerkschaftsbund

18.09.2017
Tarifticker

Tarifverhandlung Postbank: Erste Warnstreiks

ver.di ruft in dieser Woche bundesweit die Beschäftigten der Postbank zu Warnstreiks auf. Bereits heute wird in den Postbankfilialen in Dresden, Bautzen und Cottbus gestreikt. Im Laufe der Woche werden sich die Warnstreiks ausweiten. Grund für die Arbeitsniederlegungen ist die gescheiterte zweite Tarifverhandlungsrunde zwischen ver.di und den Arbeitgebern.

Zuvor hatten sich schon in der vergangenen Woche mehrere tausend Postbank-Beschäftigte an betrieblichen Aktionen beteiligt. Zudem waren am 13. September 900 Filialen durch Betriebsversammlungen geschlossen

ver.di fordert für die rund 18.000 Beschäftigten der Postbank, dem Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG) eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Forderungen.

Über einen Zukunftstarifvertrag, der auch Regelungen zur Digitalisierung beinhalten soll, soll ebenfalls verhandelt werden.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 25. September 2017 in Siegburg bei Bonn statt.

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