Deutscher Gewerkschaftsbund

14.03.2018
Tarifticker

Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst: Warnstreiks werden ausgeweitet

Nachdem auch die zweite Tarifverhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen ergebnislos geblieben ist, haben ver.di und die GEW eine Ausweitung der Warnstreiks angekündigt. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn mindestens aber 200 Euro mehr. Die Arbeitgeberseite hatte bisher kein Angebot vorgelegt.

Rückenseite einer orangenen Warnweste mit der Aufschrift "Wir streiken"

DGB

Nach den Verhandlungen in Potsdam sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske: "Wir liegen in den zentralen Punkten fundamental auseinander, sowohl bei der Höhe als auch bei der Struktur der Forderungen!" Bsirske warf den Arbeitgebern eine systematische Hinaltetaktik vor, die in keinster Weise zur Problemlösung beitrage. Mit bundesweiten Warnstreiks würden die Beschäftigten dafür sorgen "dass die Arbeitgeber in der dritten Runde auf einen konstruktiven Weg hin zu einem Abschluss zurückkehren", sagte Bsirske.

Auch die GEW kündigte an, auf diese Provokation mit Warnstreiks zu antworten. „Jetzt geht es richtig los“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Dienstag in Potsdam. Die öffentliche Hand habe im vergangenen Jahr einen Rekordüberschuss von 38,4 Milliarden Euro eingefahren, nun sei es an der Zeit, dass die Beschäftigten an dieser Entwicklung beteiligt werden, so Tepe.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 15. und 16. April 2018 in Potsdam statt.

Zur ver.di Pressemitteilung

Zur Meldung der GEW


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Tarifrunde öffentlicher Dienst: Warnstreiks massiv ausgedehnt
ver.di und die GEW haben in dieser Woche ihre Warnstreiks im Rahmen der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen massiv ausgedehnt. Bundesweit sind zehntausende Beschäftigte dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt und befanden sich im Streik. Auch am Freitag wird es zu weiteren Arbeitsniederlegungen in zahlreichen Bereichen und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes kommen. weiterlesen …
Artikel
7,5 Prozent mehr Geld für Beschäftigte im öffentlichen Dienst
Am 18. April haben sich die Tarifvertragsparteien auf einen Abschluss für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen im öffentlichen Dienst geeinigt. Im Schnitt erhalten sie 7,5 Prozent mehr Geld. Verhandlungsführer und ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske sprach vom "besten Tarifergebnis seit vielen Jahren". weiterlesen …
Artikel
ver.di und GEW: Erster Hochschul-Streik seit 30 Jahren
Erstmals seit mehr als 30 Jahren sind rund 1.000 studentische Beschäftigte der Berliner Hochschulen in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Die Gewerkschaften GEW und ver.di fordern eine Erhöhung des Stundenlohns auf 14 Euro und eine dynamische Anpassung des Lohns an die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten