Deutscher Gewerkschaftsbund

14.10.2015
Junge Hartz-IV-Empfängerinnen und -Empfänger

Hartz IV: Verschärfte Sanktionen so schnell wie möglich streichen

Die aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt über eine Million verhängte Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger innerhalb von zwölf Monaten. Vor allem junge Menschen unter 25 Jahren sind betroffen. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach fordert: "Die verschärften Sanktionen für Jugendliche müssen so schnell wie möglich gestrichen werden."

Jobcenter

DGB/Simone M. Neumann

Gleiches gelte für "die Kürzungen bei den Unterkunftskosten, die nur Wohnungsverluste provozieren und die Jobsuche zusätzlich erschweren", so Buntenbach weiter.

"Die scharfen Sanktionen bei  Jugendlichen sind sachlich unbegründet. Auch Fachkräfte aus Jobcentern haben sich schon gegen Sondersanktionen für junge Menschen ausgesprochen. Jede Sanktionsverhängung bringt erheblichen Verwaltungsaufwand mit sich. In vielen Fällen wäre die Arbeitszeit besser investiert in die Betreuung und Förderung gerade von jugendlichen Hilfeempfängern."


Nach oben

Weitere Themen

ein­blick - DGB-In­fo­ser­vice kos­ten­los abon­nie­ren
Mehr online, neues Layout und schnellere Infos – mit einem überarbeiteten Konzept bietet der DGB-Infoservice einblick seinen Leserinnen und Lesern umfassende News aus DGB und Gewerkschaften. Hier können Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter einblick abonnieren.
zur Webseite …

Kör­zell: "Pk­w-Maut teu­rer Irr­weg für Au­to­fah­rer"
Colourbox.de (2)
"Die Pkw-Maut wird ein teurer Irrweg für Autofahrerinnen und Autofahrer", so DGB-Vorstand Körzell. "Schon in der nächsten Legislaturperiode fühlt sich niemand mehr an das Versprechen gebunden, es werde keine Mehrbelastung geben."
weiterlesen …

Min­dest­lohn: Was än­dert sich ab 2017?
DGB/C. Falk
Was ändert sich mit der Mindestlohn-Erhöhung ab Januar 2017? Welche Mindestlohn-Ausnahmen gelten weiterhin? Und in welche Branchen-Mindestlöhne liegen noch unter dem gesetzlichen Mindestlohn? Wir geben Antworten.
weiterlesen …

Weiß­buch: DGB for­dert po­li­ti­schen Ruck für Gu­te Ar­beit 4.0
DGB/Simone M. Neumann
"Wichtig ist, dass Flexibilität nicht länger auf Kosten der Gesundheit der Beschäftigten geht. Probleme, wie massenhaft unbezahlte Überstunden oder steigender Arbeitsstress, dürfen nicht mit in die Zukunft geschleppt werden", sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann zur heutigen Vorstellung des Weißbuches "Arbeiten 4.0" des Arbeitsministeriums.
Zur Pressemeldung

Zuletzt besuchte Seiten