Deutscher Gewerkschaftsbund

29.07.2009

DGB kritisiert Banker Boni

"Es darf nicht angehen, dass Banken, die nur deshalb noch existieren, weil der Staat mit öffentlichen Geldern eingesprungen ist, ihre Manager über hohe Boni reich machen", sagt DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel.  Denn einzelne Kreditinstitute planten bereits wieder Boni - und das trotz hoher Verluste.

Von Dietmar Hexel

Für den DGB gilt der Grundsatz: Keine Leistung ohne Gegenleistung. Es darf nicht angehen, dass Banken, die nur deshalb noch existieren, weil der Staat mit öffentlichen Geldern eingesprungen ist, ihre  Manager über hohe Boni reich machen. Gelder, die die Banken weder erwirtschaftet noch verdient haben. Wir sagen: 500.000 Euro sind hier die absolute Höchstgrenze.  Das ist sehr viel Geld - nicht nur gemessen am Einkommen der ErzieherInnen. 

Hohe Boni für Vorstände  sind ein massiver Auslöser der Finanzkrise.  Sie reizen zu riskanten Geschäften und nicht zur nachhaltigen Entwicklung. Manager sollten auch ohne Boni einen guten Job machen, weil ihre hohen Fixgehälter ihnen ohnehin ein sorgenfreies Leben garantieren. Verantwortung sollte bezahlt werden, Gier nicht. Boni sind in Wahrheit jedoch Gier-Prämien, die über Wetten prämiert werden. Wir brauchen Anreize für Langfristigkeit, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung  ist deshalb wichtig. Ob es reicht, wird sich zeigen. Die Aufsichtsräte müssen jetzt handeln und Bescheidenheit einfordern.



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