Deutscher Gewerkschaftsbund

08.04.2010

Nein zu Zeitverträgen

Der DGB fordert die Bundesregierung auf, gegen die geplante Ausweitung der befristeten Beschäftigung vorzugehen. Es sei "eine gesellschaftliche Perversion, wenn junge Leute kaum noch wissen, was ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ist", sagte DGB-Chef Michael Sommer. DGB-Vize Ingrid Sehrbrock warnte die Regierung ebenfalls. Mit ihren Plänen signalisiere sie den ArbeitnehmerInnen, „dass ihre berufliche Sicherheit zweitrangig ist“, sagte sie in der "Rheinpfalz am Sonntag".

Die Regierung leiste mit ihrem Vorhaben der Prekarisierung von Arbeit weiter Vorschub, betonte Sommer im Hamburger Abendblatt. Deutschland müsse "zurückkehren zu einer Ordnung auf den Arbeitsmärkten". Eine Entrechtung von Menschen bringe keine zusätzlichen Arbeitsplätze. Der DGB-Chef warnte davor, den Kündigungsschutz weiter auszuhöhlen. Die Deutschen bekämen auch deswegen so wenige Kinder, weil der soziale Schutz schlechter geworden sei, sagte er. Auch eine konservative Regierung müsse Interesse daran haben, Menschen Sicherheit zu geben und den Kündigungsschutz in Deutschland zu verbessern.

DGB-Vize Ingrid Sehrbrock warnte Schwarz-Gelb ebenfalls, die Ankündigung im Koalitionsvertrag wahrzumachen und die befristete Beschäftigung weiter auszubauen. Damit signalisiere die Regierung den Arbeitnehmern, "dass ihre berufliche Sicherheit zweitrangig ist", sagte Sehrbrock in der "Rheinpfalz am Sonntag". Schon heute gingen 2,7 Millionen Menschen einer befristeten Beschäftigung nachgehen. Behauptungen, Arbeitsverhältnisse gingen nicht zu Lasten von Vollzeitstellen, wies sie zurück.


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