Deutscher Gewerkschaftsbund

07.02.2017
Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

Buntenbach: "Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt"

Auch wenn die Zahlen aktuell rückläufig sind: Durch Schwarzarbeit gehen dem deutschen Fiskus jedes Jahr Einnahmen in Milliardenhöhe verloren. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach fordert deshalb mehr Personal für den Zoll und seine Finanzkontrolle Schwarzarbeit, um illegale Beschäftigung zu bekämpfen.

Bauarbeiter mit Betonmischer

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Nach einer aktuellen Studie des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Linz geht die Schwarzarbeit weiter zurück. Dem Staat gehen dadurch jährlich Einnahmen in Milliardenhöhe verloren.

Zu neuen Prognosen zur Entwicklung der Schwarzarbeit sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach:

"Der DGB unterstützt die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und fordert deutlich mehr Personal für den Zoll und seine Finanzkontrolle Schwarzarbeit.

Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt. Dem Staat gehen durch illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit und durch die Missachtung von Mindestlöhnen und Branchen-Mindestlöhnen hohe Summen an Steuern und Abgaben verloren. Ganz zu schweigen davon, dass die illegal Beschäftigten oft um ihren Lohn Betrogen werden und ohne jegliche soziale Absicherung arbeiten.

Im Baugewerbe liegt nach Schätzungen der IG BAU der Anteil der illegal Beschäftigten bei mehr als einem Drittel aller Beschäftigten. Auch in deutschen Privathaushalten dominiert nach wie vor die Schwarzarbeit, ob bei Putztätigkeiten oder der häuslichen 24-Stunden-Pflege. Illegale Beschäftigung wie Scheinselbständigkeit oder Werkverträge in langen Subunternehmerketten werden nicht nur als Lohndumping missbraucht, sondern setzen auch die Stammbelegschaften unter Druck. Darüber hinaus haben sie fatale Wirkungen auf einzelne Branchen, in denen wie im Baugewerbe legal arbeitende Unternehmen vom Markt gedrängt werden und die Tarifautonomie untergraben wird."


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