Deutscher Gewerkschaftsbund

20.02.2017
Tarifverhandlungen

Tarifabschluss im öffentlichen Dienst: Mehr als 5 Prozent

Der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder - außer Hessen - steht. Er gilt für die angestellten Beschäftigten der fünfzehn Bundesländer, die sich in der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) zusammengeschlossen haben – und hat ein Gesamtvolumen von mehr als 5 Prozent Tariferhöhung! Auch in vielen weiteren Punkten konnten sich die Gewerkschaften durchsetzen.

Bild einer Demonstration vor dem Brandenburger Tor in Berlin

DGB

Die DGB-Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und IG BAU haben sich am Freitagabend auf einen Tarifabschluss mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), der alle Länder außer Hessen angehören, geeinigt.

Ab dem 1.1.2017 und dem 1.1.2018 konnten Tariferhöhungen im Gesamtvolumen von 2,33%, bzw. 2,35% erreicht werden. Ab dem 1.1.2018 wird außerdem eine zusätzliche Entgeltstufe 6 eingeführt, welche ein Volumen von weiteren 0,54% umfasst. Damit beträgt das Gesamtvolumen des Abschlusses mehr als 5%.

Die Ergebnisse im Detail:

  • ab 1.1.2017: 2% Lohnsteigerung, aber mindestens 75 € (bis zu einer Kappungsgrenze von 3.200 €)
  • ab 1.1.2018: 2,35% Lohnsteigerung
  • für Auszubildende jeweils zum 1.1. 2017 und 2018 35 € mehr sowie ein Tag zusätzlicher Urlaub
  • Stufe 6 kommt in der Form, dass auf die Stufe 5 3% Aufschlag gegeben wird. Die Einführung erfolgt gestaffelt: zum 1.1.2018 1,5% und zum 1.10.2018 nochmal 1,5% (auch für die so genannte "kleine 9").

Zu den weiteren Forderungen der Gewerkschaften gab es folgende Ergebnisse:

  • SozialarbeiterInnen erhalten in EG 9: 100 € Zulage sowie in EG 11: 50 €.
  • ErzieherInnen erhalten eine Zulage von 80 €
  • in der Pflege kommt ebenfalls die Stufe 6 hinzu
  • im Justizvollzug erfolgt ein Verweis auf die Zulagen im Dienstrecht

Beim Ausschluss sachgrundloser Befristungen zeigten sich die Arbeitgeber allerdings nicht verhandlungsbereit, hier besteht also weiter tarifpolitischer Handlungsbedarf.


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