Deutscher Gewerkschaftsbund

09.01.2017
Tagesspiegel

DGB: Kritik an Manager-Pensionen

Während das gesetzliche Rentenniveau weiter und weiter sinkt, erhalten deutsche Manager Pensionen von bis zu 11.000 Euro – pro Tag. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann will diese "Auswüchse in den Manageretagen in den Griff bekommen", sagte er dem Tagesspiegel – zum Beispiel mit mehr Mitbestimmung.

Zeichnung eines Mannes in Oberhemd und Krawatte, der mit Geldscheinen um sich wirft

Colourbox.de

Tagesspiegel.de: DGB-Chef Hoffmann kritisiert Höhe der Managergehälter

"Unternehmen hauen Millionenbeträge für Manager raus"

"Während wir dafür kämpfen, das gesetzliche Rentenniveau für viele Millionen Menschen auf einem Niveau abzusichern, das ein anständiges Leben im Alter ermöglicht, hauen gleichzeitig die Unternehmen Millionenbeträge für Manager raus. Das passt nicht zusammen", so Hoffmann weiter.

Die sozialen Sicherungssysteme und die soziale Marktwirtschaft würden "delegitimiert, wenn viele von ihrer Rente kaum leben können und gleichzeitig Spitzenmanager auf eine tägliche Pension von 3.000 oder sogar 11.000 Euro kommen. Das müssen die Arbeitgeber endlich mal lernen."

Erster Schritt: Mehr Mitbestimmung der Arbeitnehmer

"Wer die Auswüchse in den Manageretagen in den Griff bekommen will, muss die Mitbestimmung stärken. Durch die Arbeitnehmervertreter gibt es erste Schritte bei der Transparenz und eine höhere Sensibilisierung, aber das reicht bei Weitem nicht", sagte Hoffmann dem Tagesspiegel.


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