Das Erdbeben auf Haiti ist die größte Katastrophe seit Jahrhunderten für das ärmste Land in der amerikanisch-karibischen Region. Die Menschen, die mit dem Leben davon kamen, fristen ihr Dasein in Chaos, Elend und Verzweiflung. Der DGB ruft zu Spenden für die ebenfalls schwer betroffenen Arbeitnehmerorganisatiionen auf.
Das Erdbeben auf Haiti ist die größte Katastrophe seit Jahrhunderten für das ärmste Land in der amerikanisch-karibischen Region. Die Menschen, die mit dem Leben davon kamen, fristen ihr Dasein in Chaos, Elend und Verzweiflung. Wohngebäude sind eingestürzt oder unbewohnbar. Die Infrastruktur, wie Krankenhäuser, Geschäfte, Strom und Wasserversorgung sind verwüstet. Es fehlt an Nahrung, Wasser und an medizinischer Versorgung.
Auch Einrichtungen der haitianischen Gewerkschaften wurden zerstört. Der DGB will mit dieser Spendenaktion dazu beitragen, dass die Arbeitnehmerorganisationen dieses Landes sobald wie möglich in die Lage versetzt werden, ihre Tätigkeit als Interessenvertretung der abhängig Beschäftigten wieder aufzunehmen. Der DGB möchte dabei sicherstellen, dass die solidarische Hilfe der deutschen Kolleginnen und Kollegen einem konkreten Hilfsprojekt zugute kommt. Er wird deshalb die Spendenmittel für den Wiederaufbau des Gebäudes des Nationalen Netzwerkes gewerkschaftlich organisierter Frauen (RENAFAM) einsetzen. Das Haus mit einer angegliederten Ausbildungsschule wurde bei dem Erdbeben vollständig zerstört.
Das Frauenzentrum soll wieder Ausbildungsstätte und Bürozentrum werden, zur Durchführung von Konferenzen und Seminaren dienen und generell wieder Treffpunkt und Anlaufstelle vor allem für die Frauen aus den Armenvierteln von Port-au-Prince werden. Ziel ist es, dass das Zentrum Informationsveranstaltungen zu den Rechten der Frau im Arbeitsprozess, sowie zu gesundheitspolitischen Themen wie Aids-Prävention und Familienplanung erneut anbieten kann. Auch soll es möglichst bald wieder seine Funktion als Berufsschule für junge Frauen, die hier ein Handwerk erlernen können, aufnehmen.
Die Frauen von RENAFAM haben nicht nur materiell, sondern auch psychisch und physisch unter dem verheerenden Erdbeben gelitten. So wurde Gina Georges, die Koordinatorin des Zentrums, verschüttet und konnte erst nach 20 Stunden geborgen werden. Andere RENAFAM-Kolleginnen wurden schwer verletzt und mussten tagelang auf medizinische Versorgung warten. Inzwischen erreicht die humanitäre Hilfe der Staatengemeinschaft langsam die traumatisierten Opfer der Katastrophe und die Menschen können anfangen, an den Wiederaufbau ihrer Existenz zu denken. Hierbei wollen wir den Frauen von RENAFAM helfen.
Spendenkonto
Gewerkschaften helfen
SEB Düsseldorf
Konto-Nr. 1 756 906 400
BLZ 300 101 11
Stichwort "Erdbeben"