Deutscher Gewerkschaftsbund

23.06.2017
Internationaler Tag des öffentlichen Dienstes

Anti-Gewalt-Aktion: Mehr Respekt gefordert

DGB, BMI und dbb im Gespräch mit Beschäftigten von Bundespolizei, Feuerwehr und Bahn

Auf die Zunahme von Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Elke Hannack (DGB)  und Klaus Dauderstädt (dbb) aufmerksam gemacht. Bei einem gemeinsamen Pressetermins zum Internationalen Tag des Öffentlichen Dienstes im Berliner Hauptbahnhof forderten sie „Mehr Respekt für Sie, mehr Respekt für mich“.

DGB-Vize Elke Hannack, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Klaus Dauderstädt vom dbb mit Beschäftigten der Berufsfeuerwehr.

Im Gespräch mit Beschäftigten der Berufsfeuerwehr: DGB-Vize Elke Hannack, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Klaus Dauderstädt vom dbb im Berliner Hauptbahnhof. DGB/Piegsa

Thomas De Maizière, Elke Hannack und Klaus Dauderstädt sprachen mit Kolleginnen und Kollegen von Bundespolizei, Feuerwehr und Bahn über deren Erfahrungen mit Gewalt sowie mögliche Ursachen und Lösungen.

"Respekt voreinander muss ein wesentlicher Gedanke unseres Zusammenlebens sein", sagte DGB-Vize Elke Hannack nach dem Gespräch. "Doch die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen, von denen sie uns gerade berichtet haben, lassen daran zweifeln, ob Rücksichtnahme tatsächlich Konsens in unserer Gesellschaft ist. Wir hörten von tätlichen Angriffen und verbalen Ausfällen weit jenseits des tolerierbaren. Klar ist: Der größte Teil der Bevölkerung verhält sich friedlich und respektvoll. Doch klar ist auch: Es handelt sich bei den geschilderten Erlebnissen nicht mehr nur um tragische Einzelfälle. Gewalterfahrungen von Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz nehmen zu und haben vielfältige Ursachen. Eine Patentlösung gibt es nicht.“

Dienstherren müssten unter anderem verpflichtende Schulungen zu präventiven Deeskalationsstrategien vorsehen und ausreichend Personal einstellen, um den Betroffenen Beschäftigten zu helfen, forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende.


Nach oben

Weitere Themen

Wenn nach Fei­er­abend nichts mehr geht
DGB/avemario/123rf.com
Über 40 Prozent der Beschäftigten sind nach der Arbeit "sehr häufig" oder "oft" zu erschöpft, um sich noch um private oder familiäre Angelegenheiten zu kümmern. Das ist ein Ergebnis des aktuellen DGB-Index Gute Arbeit.
weiterlesen …

ein­blick - DGB-In­fo­ser­vice kos­ten­los abon­nie­ren
Mehr online, neues Layout und schnellere Infos – mit einem überarbeiteten Konzept bietet der DGB-Infoservice einblick seinen Leserinnen und Lesern umfassende News aus DGB und Gewerkschaften. Hier können Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter einblick abonnieren.
zur Webseite …

Das än­dert sich 2018 für Ar­beit­neh­mer und Ver­si­cher­te
Colourbox.de
Am 1. Januar 2018 treten neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Unter anderem beim Mutterschutz und in der betrieblichen Altersversorgung. Was ändert sich noch für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Versicherte? Eine Übersicht.
weiterlesen …

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Work-Life-Balance im öffentlichen Dienst
Überlange Arbeitszeiten auf der einen Seite, unfreiwillige Teilzeit auf der anderen: Auch im öffentlichen Dienst sind die Arbeitsbelastungen sehr ungleich verteilt. Wie sich das auf die Work-Life-Balance und Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten auswirkt, zeigt der „Arbeitszeitreport Deutschland 2016" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. weiterlesen …
Artikel
Justizvollzugsbedienstete: Mehr als nur Schließer und Wärter
Justizvollzugsbedienstete leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.: Sie sollen Inhaftierten durch Resozialisierung den Weg in ein Leben ohne Straftaten erleichtern. Hans Jungtäubl ist Justizvollzugsbeamter und Personalratsvorsitzender in der JVA Straubing. Im Beamtenmagazin stellt er seine tägliche Arbeit vor - und die Probleme, Risiken und Anforderungen für die Beschäftigten im Justizvollzug. weiterlesen …
Artikel
Bundesbeamte: Maßnahmen gegen den steigenden Krankenstand
Der durchschnittliche Krankenstand in der unmittelbaren Bundesverwaltung ist auf ein neues Allzeit-Hoch gestiegen – auf mehr als 20 Arbeitstage im Jahr pro Beschäftigen. Die Bundesministerien und DGB zeigen in einer Handlungshilfe, wie die Arbeit gesünder gestaltet werden kann. Doch klar ist: solche Hilfen laufen ins Leere, wenn das Geld fehlt. Dort setzt eine neue Initiative des DGB an. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten