Deutscher Gewerkschaftsbund

08.06.2015
DGB: Demotag am 13.6.

Sozial- und Erziehungsberufe: Bundesweite Demos am 13. Juni

Aktionstag: Arbeit von ErzieherInnen, HeilpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, SchulsozialarbeiterInnen, HeilerziehungspflegerInnen, SeniorenberaterInnen, JugendgerichtshelferInnen und von vielen weiteren Berufsfeldern endlich finanziell aufwerten!

Kitastreik

Franz Ferdinand Photography / flickr.com (CC BY-NC 2.0; detail taken)

Sozial- und Erziehungsberufe aufwerten – vor allem auch finanziell. Darum geht es bei den Tarifverhandlungen von ver.di und GEW mit den kommunalen Arbeitgebern. Deshalb werden alle DGB-Gewerkschaften gemeinsam mit den Beschäftigten und allen, die mit ihren Forderungen solidarisch sind, am 13. Juni klarmachen: Sonntagsreden zählen nicht, sondern nur ein ordentliches Ergebnis der Verhandlungen.

Mit einem Demo- und Aktionstag für die Aufwertung aller Sozial- und Erziehungsberufe wollen Gewerkschaften, Beschäftigte und alle, die unsere Forderungen unterstützen, den kommunalen Arbeitgebern am 13. Juni zeigen: Sonntagsreden helfen nicht, sondern nur ein konkretes Angebot.

Mit Demos am 13. Juni in Hannover, Dresden, Köln und Nürnberg macht der DGB gemeinsam mit all seinen Mitgliedsgewerkschaften klar: Sozial- und Erziehungsberufe müssen aufgewertet werden!

Aufruf zu Demos der Sozial- und Erziehungsberufe, ErzieherInnen, Tarifstreit, Schlichtung, Streik, 13.6.2015

Mit Demos am 13. Juni in Hannover, Dresden, Köln und Nürnberg macht der DGB gemeinsam mit all seinen Mitgliedsgewerkschaften klar: Sozial- und Erziehungsberufe müssen aufgewertet werden! ver.di

Die vier Demos am 13. Juni 2015

Die Rednerinnen und Redner in Hannover
  • Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender
  • Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender
  • Marlis Tepe, GEW-Vorsitzende
  • Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE
  • Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender und Vizekanzler
Die Rednerinnen und Redner in Dresden
  • Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende
  • Wolfgang Pieper, ver.di
  • Norbert Hocke, GEW-Hauptvorstand
  • Katja Kipping, Vorsitzende DIE LINKE
Die Rednerinnen und Redner in Köln
  • Achim Meerkamp, ver.di-Vorstandsmitglied
  • Dorothea Schäfer, Vorsitzende GEW NRW
  • Knut Giesler, IG-Metall-Bezirksleiter NRW
  • Andreas Meyer-Lauber, DGB-Bezirksvorsitzender NRW
  • Matthias Zimmer, stellvertretender CDA-Bundesvorsitzender
  • Andreas Kossiski, DGB-Region Köln-Bonn
Die Rednerinnen und Redner in Nürnberg
  • Sylvia Bühler, ver.di-Vorstandsmitglied
  • Petra Grundmann, GEW-Hauptvorstand
  • Ulrike Laux, IG-BAU-Bundesvorstand
  • Verena Di Pasquale, stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Bayern
  • Michael Kellner, Politischer Bundesgeschäftsführer BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter ver.di Bayern

(Stand: 10.6.2015)

Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 13. Juni 2015

Sozial- und Erziehungsberufe - Aufwerten jetzt: Wir bleiben dran!

Seit Wochen kämpfen die Beschäftigten der sozialen und erzieherischen Berufe für die längst überfällige Aufwertung ihrer wertvollen und anspruchsvollen Arbeit in Kitas, in sozialen Brennpunkten, Anlauf- und Beratungsstellen sowie in Behinderteneinrichtungen. Die Anforderungen und Erwartungen an die Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Mehr bezahlt wird deswegen aber noch lange nicht. Das muss sich ändern!

Wir wollen jetzt eine Aufwertung! Dafür haben pädagogische Fachkräfte in Kitas, Sozialarbeiter und Beschäftigte aus der Behindertenhilfe gestreikt.

Auch erneute Verhandlungen blieben ohne Ergebnis. Beide Seiten haben daraufhin die Schlichtung angerufen, um nichts unversucht zu lassen – zumal keine Seite sich vorwerfen lassen will, angesichts der Belastungen für die Eltern nicht alles unternommen zu haben, doch noch zu einer Einigung zu kommen. Jetzt wird viel von den Schlichtern und ihrer Empfehlung abhängen.

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst finden für ihren Kampf um Anerkennung ihrer Arbeit größte Unterstützung: 69 Prozent der Bevölkerung haben aktuellen Umfragen zufolge Verständnis für die Streikenden. Viele sehen: Eine Aufwertung dieser sozialen Berufe ist überfällig. Dabei geht es zugleich auch um die berechtigte Aufwertung typischer Frauenberufe. Im ganzen Land ist eine breite Bewegung für eine deutlich bessere Bezahlung der Arbeit am und mit Menschen entstanden. Kitas sind heute wichtige Bildungseinrichtungen. Und auch in der Sozialarbeit und in der Behindertenhilfe wird anspruchsvolle und gute Arbeit verlangt.

Das Geld für die notwendige Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe ist da. Die Steuereinnahmen sprudeln, und auch Bund und Länder sind in der Verantwortung, die Kommunen bei der Finanzierung von sozialer und erzieherischer Arbeit finanziell zu entlasten.

Für gute Arbeit braucht es gute Leute, die dafür dann aber auch gutes Geld erwarten können.

Gute Arbeit, gute Leute, gutes Geld – das gehört zusammen. Aufwertung eben. Dafür verdienen die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst unsere Unterstützung: Am 13. Juni in Köln, Hannover, Dresden und Nürnberg. Machen Sie mit!


DOWNLOAD DES AUFRUFS (PDF):


Hashtags zum Thema: #aufwerten / #SuE2015 / #kitastreik


Sozial- und Erziehungsberufe: Ihre Arbeit ist mehr wert!


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ErzieherInnen verdienen mehr
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Hintergrund

Re­so­lu­tion: Für die Auf­wer­tung der So­zial- und Er­zie­hungs­diens­te
Resolution des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes
DGB/Simone M. Neumann
"Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen die Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes in ihren aktuellen Auseinandersetzungen mit den öffentlichen Arbeitgebern um die Aufwertung ihrer Arbeit" heißt es in einer Resolution des DGB-Bundesvorstands. "Die Aufwertung sozialer Berufe muss auch mit tarifpolitischen Mitteln erfolgen."
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Was brin­gen die Än­de­run­gen bei El­tern­geld und El­tern­zeit?
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Für Eltern von Kindern, die ab dem 1. Juli 2015 geboren werden, gibt es künftig neben dem bisherigen Elterngeld noch die Möglichkeit auf Elterngeld Plus und einen Partnerbonus. Außerdem kann die Elternzeit flexibler gestaltet werden. Unser Newsletter informiert über alle Änderungen.
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Er­zie­hungs-und So­zi­al­diens­te: Ar­beits­an­for­de­run­gen be­son­ders stark ge­stie­gen
Hans-Böckler-Stiftung stellt Studien zu Arbeitsbedingungen von ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen vor
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Ihre Arbeit ist abwechslungsreich und mit dem kollegialen Miteinander sind die meisten zufrieden. Doch gleichzeitig werden ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen fachlich mehr gefordert, körperliche und psychische Belastungen sind groß. Und Rahmenbedingungen wie die Bezahlung stimmen oft nicht. Das sind die wichtigsten Ergebnisse zweier von der Hans-Böckler-Stiftung geförderter Studien.
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Auf­wer­tung der So­zial- und Er­zie­hungs­be­ru­fe jetz­t!
DGB/Simone M. Neumann
Die Frauen im Deutschen Gewerkschaftsbund unterstützen die berechtigte Forderung nach einer Neuregelung der Eingruppierung der Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Sie stehen solidarisch an der Seite der Kolleginnen und Kollegen, die in der aktuellen Auseinandersetzung mit den öffentlichen Arbeitge-bern um die Aufwertung ihrer Arbeit kämpfen.
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Die DGB-Gewerkschaften ver.di und GEW rufen zu Streiks in Kindertagesstätten auf, nachdem auch die fünfte Tarifrunde ohne Ergebnis geblieben ist: Die Arbeitgeber sperren sich. Die Arbeit, die unsere Erzieherinnen und Erzieher leisten, ist eigentlich unbezahlbar. Gerade deshalb wollen wir die Sozial- und Erziehungsberufe aufwerten – aber nicht mit schönen Worten. Mit mehr Geld in der Lohntüte! weiterlesen …
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Aufwerten jetzt: Wir bleiben dran! - DGB unterstützt Aktionstag der Sozial- und Erziehungsberufe am 13. Juni 2015
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