In einer Beilage zur morgen erscheinenden SPD-Zeitung vorwärts wird der Eindruck erweckt, Warnungen des DGB-Vorsitzenden Michael Sommer vor einer schwarz-gelben Koalition seien eine direkte Unterstützung für den Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier und die SPD. Michael Sommer weist diese Darstellung als "eine völlig unzulässige Vereinnahmung meiner Person und meiner öffentlichen Warnung vor schwarz-gelb" zurück. Der DGB und sein Vorsitzender sind und bleiben parteipolitisch unabhängig.
Erklärung des DGB-Vorsitzenden Michael Sommer:
„Im „vorwärts“ wird der Eindruck erweckt, dass meine Warnung vor einer schwarz-gelben Koalition eine direkte Unterstützung von Frank-Walter Steinmeier und der SPD ist. Das ist falsch. Mein Zitat „Wir sind uns einig, dass wir schwarz-gelb nicht wollen, weil gelb als Katalysator für alles Neoliberale wirken würde.“ ist eine Warnung vor arbeitnehmerfeindlichen Tendenzen in der FDP und Teilen der CDU/CSU aber mitnichten eine Wahlempfehlung für eine Partei oder einen Kandidaten.
Insofern stellt die Darstellung des „vorwärts“ eine völlig unzulässige Vereinnahmung meiner Person und meiner öffentlichen Warnung dar. Ich wiederhole: der DGB und sein Vorsitzender sind und bleiben parteipolitisch unabhängig.
Wir rufen weder indirekt noch direkt zur Wahl einer Partei auf oder geben Koalitionsempfehlungen. Meine Meinung und die Position des DGB zur Bundestagswahl ist im Wahlaufruf des GBV umfassend wiedergegeben.
Die Sprecherin des DGB hat gegen das Vorgehen des „vorwärts“ und die unzulässige Vereinnahmung des DGB-Vorsitzenden in einem Brief an die Chefredaktion scharf protestiert.“