Deutscher Gewerkschaftsbund

28.09.2016
Dialogmarketing

Mitgliederwerbung "to go"

einblick 15/2016

Raus auf die Straße, ran an die Menschen: Neue Wege in der Mitgliederwerbung erprobt ver.di seit einem Jahr – mit Erfolg. Die Dienstleistungsgewerkschaft setzt dabei auf Methoden aus der Dialogwerbung. Besonders geschulte DialogerInnen sprechen Interessierte auf Einkaufsstraßen oder belebten Plätzen an und versuchen, sie von der guten Sache zu überzeugen, sprich: der Gewerkschaft beizutreten.

Team-Mitglied im Gespräch mit Passanten

DFC Dialog

ver.di folgt damit der Schweizer Gewerkschaft UNIA, die schon länger gute Erfahrungen mit dieser Form der „Face-to-face“-Werbung hat. Im Auftrag von ver.di schult die Agentur DFC-Dialog die Teams darin, Menschen anzusprechen und für gewerkschaftliche Themen zu werben. Die „DialogerInnen“ sind meist Studierende und alle Mitglied von ver.di. Bundesweit sind sie in kleinen Gruppen unterwegs. Ihre Einsätze werden in engem Kontakt mit den ver.di-Büros vor Ort koordiniert.

Potenzielle Mitglieder erreichen

Zentraler Vorteil der Mitgliederwerbung „to go“ ist, dass potenzielle Mitglieder erreicht werden, die nur selten oder gar nicht in Betrieben anzutreffen sind, wie Studierende, Selbstständige, freie MitarbeiterInnen, aber auch Azubis, in deren Betrieb es keine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gibt. Die Dialogwerbung ersetzt die klassische Mitgliederwerbung im Betrieb keinesfalls, sie ergänzt sie vielmehr.

Teamerin im Dialog mit Passant

DFC Dialog

Mehrere Tausend neue Mitglieder

Der Erfolg spricht für sich: Mehrere Tausend neue Mitglieder wurden bereits gewonnen. „Es ist eine gute Mischung“, sagt Sigrid Dahm, Leiterin des Bereichs MitgliederEntwicklung bei der ver.di-Bundesverwaltung, „dabei sind Beschäftigte in Vollzeit und Teilzeit, Auszubildende und Studierende“. Rund ein Drittel der neuen Mitglieder sind jünger als 21 Jahre, 37 Prozent sind zwischen 21 und 27 Jahren und 24 Prozent der Neuzugänge sind zwischen 40 und 49 Jahren. Ein positiver Nebenaspekt der Dialogwerbung sei, dass die Menschen mehr über die Gewerkschaft erfahren – abseits von Streiks und Konflikten. „Das ist gut fürs Image“, so Dahm. Die Zwischenbilanz ist also positiv. Im November entscheidet der ver.di-Gewerkschaftsrat, wie es weitergeht.

 


Die aktuellen DGB-Mitgliederzahlen seit 2010

Hier geht's zu DFC Dialog

 

 


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