Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 034 - 26.02.2009

Matecki: Mit verbessertem Krisenmanagement gegen Arbeitslosigkeit

Ein verbessertes Krisenmanagement forderte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki am Donnerstag in Berlin angesichts des Anstiegs der Arbeitslosigkeit.

Die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise verschärft sich weiter, wobei insbesondere Deutschland aufgrund seiner starken Exportabhängigkeit betroffen ist, sagte Matecki. Durch die breite Anwendung der Kurzarbeit konnte bisher ein massives Durchschlagen der Krise auf den Arbeitsmarkt verhindert werden, doch mittelfristig wird die Krise nicht allein arbeitsmarktpolitisch entschärft werden können. Deshalb muss jetzt beim politischen Krisenmanagement nachgebessert werden.

Die Wirkung des Bankenrettungspakets sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben bis heute gebe es keine Entspannung bei der Kreditversorgung, konstatierte Matecki. Um den noch immer drohenden Zusammenbruch der deutschen Bankenlandschaft zu verhindern, ist eine Verstaatlichung der ,Not leidenden Banken dringend geboten.

Auch konjunkturpolitisch sollte nachgesteuert werden, etwa durch Aufstockung der gut angenommenen Umweltprämie. Weitere sehr schnell wirkende Maßnahmen wie die Ausgabe von Konsumschecks und erhöhte Hartz-IV-Sätze können ebenfalls dazu beitragen, die Abwärtsspirale zu durchbrechen, betonte Matecki. Darüber hinaus sollten die im Konjunkturpaket II enthaltenen öffentlichen Investitionen verstetigt werden.

Für sehr wichtig erachtete Matecki eine bessere Abstimmung des europäischen und internationalen Krisenmanagements. Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft weltweit hat hier eine besondere Verantwortung.



Vorheriger Artikel Nächster Artikel Übersicht Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Viele erben wenig, wenige Erben viel
Die Bundesregierung wird heftig kritisiert, weil sie private Gläubiger an den Kosten der Griechenlandkrise beteiligen will. Dabei könnte Schwarz-Gelb die Verursacher der Finanzkrise viel einfacher über die Vermögens- und Erbschaftssteuern zur Kasse bitte. Geld wäre genug da: Geschätzte 2,6 Billionen Euro vererben die Deutschen bis 2020 – 800 Milliarden davon gehen auf das Konto der reichsten zwei Prozent. Der klartext.
zum Artikel
Pressemeldung
Steuerabkommen mit der Schweiz ist Ablasshandel
Der DGB kritisiert das Steuerabkommen mit der Schweiz als Ablasshandel. Steuerbetrüger dürfen dabei anonym bleiben und werden nachträglich belohnt, während jeder Normalbürger nach Leistungsfähigkeit besteuert wird.
zum Artikel
Pressemeldung
Steuersenkungen sind das falsche Signal
Die von der Koalition am Wochenende beschlossenen Steuersenkungen werden nicht zu spürbaren Entlastungen bei unteren und mittleren Einkommen führen. Den Ländern und Gemeinden bescheren die Maßnahmen im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2008 letztlich ein Einnahmeminus und führen zur weiteren Verarmung der öffentlichen Hand.
zum Artikel

Zuletzt besuchte Seiten

close