Deutscher Gewerkschaftsbund

28.02.2018
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ver.di führt Mitgliederbefragung zu Tarifangebot der Deutschen Post AG durch

In der vierten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG, hat der Arbeitgeber ein Angebot unterbreitet, das zwar die Forderungen von ver.di berücksichtigt aber dennoch hinter den Erwartungen zurück bleibt. Deshalb möchte ver.di nun seine Mitglieder über die Annahme des Angebots befragen.

Briefträger wirft Briefe in Briefkasten

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Das Angebot für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten sieht über eine Laufzeit von 28 Monaten zwei lineare Erhöhungsschritte vor. Zum 1. Oktober 2018 sollen die Entgelte um drei Prozent und zum 1. Oktober 2019 um weitere 2,1 Prozent steigen. Zudem soll es im April 2018 eine Einmalzahlung von 250 Euro geben. Das von ver.di geforderte Wahlmodell, wonach die Beschäftigten einen Teil der linearen Erhöhung in freie Zeit zur Entlastung umwandeln können, soll auch umgesetzt werden.

Die Auszubildenden und Studierenden an Berufsakademien sollen im April 2018 eine Einmalzahlung von 100 Euro erhalten. Darüber hinaus werden deren Vergütungen überproportional erhöht. Teil des Angebotes ist auch, die Postzulage für die 32 000 Beamten des Unternehmens bis zum Ende der Laufzeit des Tarifvertrages vom 31. Mai 2020 fortzuschreiben. Außerdem erhalten die Beamten im Oktober 2019 eine Einmalzahlung von 350 Euro.

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