Deutscher Gewerkschaftsbund

11.01.2018
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76.000 Warnstreikende: IG Metall erhöht Druck auf Arbeitgeber

Vor der 3. Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg hat die IG Metall mit massiven Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. 76.000 Beschäftigte aus knapp 400 Betrieben beteiligten sich an Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Frühschlussaktionen.

Seit Ende der Friedenspflicht haben damit bundesweit rund 250.000 Metallerinnern und Metaller an Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie teilgenommen.

Der Schwerpunkt der heutigen Warnstreiks lag in Baden-Württemberg. Dort folgten 22.000 Metallerinnen und Metaller aus 110 Betrieben dem Aufruf der IG Metall. Mit dabei waren Beschäftigte von Daimler, Evobus und MTU.

In Bayern nahmen 20.000 Beschäftigte aus 65 Betrieben an Warnstreiks teil und in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich über 12.200 Beschäftigte aus 109 Betrieben an Warnstreikaktionen.

Bereits in der Nacht nahmen im IG Metall-Bezirk Küste 10.800 Warnstreikende aus 40 Betrieben an Aktionen und Kundgebungen teil. Zahlreiche Aktionen und kurzzeitige Arbeitsniederlegungen gab es dabei auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Auch in Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen traten insgesamt 4.800 Beschäftigte aus 21 Betrieben kurzzeitig in den Ausstand. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt beteiligten sich rund 4.100 Beschäftigte aus 32 Betrieben an den Warnstreiks und machten mit zahlreichen und vielfältigen Aktionen auf ihre Forderung aufmerksam. Im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen nahmen knapp 1.400 Beschäftigte aus 12 Betrieben an den Warnstreiks teil.

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