Deutscher Gewerkschaftsbund

26.09.2017
Tarifticker

Postbank: Tarifverhandlungen ohne Ergebnis abgebrochen

Die Verhandlungen zwischen ver.di und der Postbank wurden ergebnislos abgebrochen. Grund dafür ist das unzureichende Angebot der Arbeitgeber. Die Postbank legte einen tariflichen Kündigungsschutz bis 2019 vor sowie eine Erhöhung der Einkommen in Höhe von 1,5 Prozent. Ver.di fordert jedoch einen Kündigungsschutz bis Ende 2022 und eine Gehaltssteigerung um fünf Prozent.

Postbankzentrale Berlin

DGB/mikewaters/123rf.com

Die Arbeitgeberseite sieht in Ihrem Angebot lediglich einen Kündigungsschutz bis 2019 vor. Für die Gewerkschaft ver.di würde somit allerdings der Kündigungsschutz in einer Phase auslaufen, in der sie ein hohes Risiko für den Arbeitsplatzabbau vermuten, sagte ver.di Verhandlungsführer Jan Duschek. "Wir wollen die Beschäftigten für die Phase der Integration in die Deutsche Bank schützen", so Duschek.

Auch beim Thema Gehalt habe es keine Annäherung gegeben, da die Arbeitgeberseite nicht bereit war, über die angebotenen 1,5 Prozent zum 1. November 2017 und 1,0 Prozent zum 1. Februar 2019 hinauszugehen. Bei einer Inflation von 1,5 bis 2,0 Prozent komme dies einem Reallohnverlust gleich

ver.di fordert für die rund 18.000 Beschäftigten bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022,die Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Forderungen.

ver.di kündigte an, die Arbeitskampfmaßnahmen in den nächsten Wochen zu intensivieren und in diesem Zusammenhang in eine Urabstimmung zu einem Erzwingungsstreik einzutreten. Ein weiterer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart.

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