Deutscher Gewerkschaftsbund

16.03.2014
IGB-Sonderbericht zu Katar

Weiterhin Ausbeutung auf den WM-Baustellen

Schuften bei 50 Grad auf den WM-Baustellen, menschenverachtende Arbeitsbedingungen für Wanderarbeiter. Doch trotz aller öffentlichen Kritik schaut die Regierung Katars weiterhin tatenlos zu, zeigt ein Bericht des Internationalen Gewerkschaftsbundes IGB. Generalsekretärin Sharan Burrow bezeichnet die bisherigen Reaktionen Katars als „reine PR-Übung“ und fordert von der Fifa harte Maßnahmen gegen das Land.

Akte Qatar Titelbild

IGB

Mit der neuen Untersuchung „Akte Katar“ zeigt der IGB erneut, wie weit das Land und seine Regierung gehen, um den Beschäftigten ihre Rechte zu verweigern. Der IGB fordert von der FIFA und  den Katarischen Behörden konkrete Schritte:

  • die Abschaffung des Kafala-Systems und das Recht für die Beschäftigten, sich gewerkschaftlich zu organisieren;
  • die Verwendung moralisch einwandfreier Vermittlungsagenturen;
  • einen Mindestlohn ohne Diskrimierungen;
  • ein zügiges und unabhängiges Überwachungssystem mit angemessenen Sanktionsmöglichkeiten
 
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Die Akte Katar: IGB Sonderbericht (PDF, 3 MB)

Der Bericht des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) zu den Arbeitsbedingungen in Katar zeigt: Die Regierung des Landes übernimmt keinerlei Verantwortung für die Beschäftigten in ihrem Land. Die Reaktion auf die öffentliche Kritik ist reine PR-Übung.


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Die Akte Katar - Gastgeber der FIFA Fußball-WM 2022

Dokument ist vom Typ application/pdf.

Der Bericht des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) zu den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in Katar zeigt: Die Regierung des Landes übernimmt keinerlei Verantwortung für die Beschäftigten in ihrem Land. Die Reaktion auf die öffentliche Kritik ist reine PR-Übung.

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