Deutscher Gewerkschaftsbund

03.02.2015
NGG zum Mindestlohn

Arbeitszeit richtig erfassen: So geht's

Zu einem effektiven Mindestlohngesetz gehört auch, dass die Arbeitszeit der Beschäftigten korrekt erfasst wird. Ohne korrekte Zeiterfassung können Arbeitgeber sonst den Mindestlohn umgehen, indem sie zwar mindestens 8,84 Euro zahlen, gleichzeitig die Beschäftigten aber tatsächlich länger arbeiten lassen als zulässig.

 

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Die Arbeitszeit-Dokumentation ist beim Mindestlohn besonders wichtig. Im Mindestlohn-Gesetz ist für verschiedene Branchen und Tätigkeiten eine Dokumentationspflicht der Arbeitgeber festgelegt. Trotzdem sollten Beschäftigte ihre Arbeitszeit auch selbst dokumentieren. Colourbox

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat verschiedene Info-Materialien herausgegeben, die Beschäftigte über dieses Thema informieren und ihnen dabei helfen, ihre Arbeitszeit selbst korrekt zu dokumentieren. Denn wer nachträglich zusätzliche Lohnansprüche gegenüber seinem Arbeitgeber geltend machen will, muss die tatsächliche geleistete Arbeistzeit nachweisen können.

Ein Beispiel: Wer laut Arbeitsvertrag einen Acht-Stunden-Tag hat, muss für diesen Tag künftig mindestens 70,72 Euro brutto erhalten (8 x 8,84 Euro). Wenn der Arbeitgeber aber das geforderte Arbeitspensum so erhöht, dass es tatsächlich nur in neun Stunden zu leisten ist, und die/der Beschäftigte tatsächlich neun Stunden arbeitet, werden 79,56 Euro fällig: Arbeitszeit, die geleistet wurde, muss auch entlohnt werden.

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Min­dest­lohn: Ar­beits­zeit-Ta­bel­le für den Mi­ni­job für 2016 und 2017
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Auch wer in einem 450-Euro-Job ("Minijob") arbeitet, hat Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Das heißt, dass Minijobberinnen und Minijobber nach der Mindestlohn-Erhöhung zum 1. Januar 2017 nur noch höchstens 50,9 Stunden arbeiten müssen. Mehr in unserer Arbeitszeit-Tabelle für Minijobs.
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