Deutscher Gewerkschaftsbund

06.12.2017
Tarifticker

Metall-Tarifrunde 2018: Arbeitgeber mit erstem Angebot

Sowohl in Niedersachsen und in Bayern als auch in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland präsentierten die Arbeitgeber zur zweiten Runde erstmals ein Angebot, das die IG Metall-Verhandlungsführer als "inakzeptabel" und "unverschämt" zurückwiesen. Am 8. Dezember gehen die Verhandlungen weiter.

Flagge der IG Metall

DGB/Simone M. Neumann

In der zweiten Verhandlungsrunde der laufenden Tarifverhandlungen für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindrustrie untebreiteten die Arbeitgeber ihr erstes Angebot. Demnach sollen die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro und ab April eine Tariferhöhung um zwei Prozent erhalten. Dies teilte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit. Die Laufzeit solle demnach 15 Monate betragen.

Die Forderungen der IG Metall nach einem individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten durchsetzen, erteilte die Gesamtmetall eine Absage.

Die IG Metall hat neben den Arbeitszeitverkürzungen sechs Prozent mehr Geld verlangt. Die nächste Verhandlung für die Mittelgruppe ist am 18. Januar 2018. Die Friedenspflicht endet zum 31. Dezember 2017.

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